Verkehr

Schnatstraße soll die erste Fahrradstraße in Bochum werden

Gern genutzt wird die idyllische Strecke über die Schnatstraße und die Nevelstraße von Munscheid/Eppendorf in Richtung Schlosspark Weitmar.

Gern genutzt wird die idyllische Strecke über die Schnatstraße und die Nevelstraße von Munscheid/Eppendorf in Richtung Schlosspark Weitmar.

Foto: Uli Kolmann / WAZ

Weitmar-Munscheid.  Die Verbindung von Munscheid zum Schlosspark dient als Werbung der Stadt bei der Nahmobilität. Die Trasse ist bereits eine alternative Route

Längst nutzen viele Radfahrer die schmale Strecke zwischen Wiesen und Feldern auf dem Weg von Eppendorf nach Weitmar, nun sollen die Schnatstraße und die Nevelstraße auch als Fahrradstraßen offiziell ausgewiesen werden. Dazu müssen Teilbereiche umgestaltet werden, mit finanziert durch das Förderprogramm Nahmobilität in Städten in Höhe von gut 135.000 Euro.

Start noch in diesem Jahr

Noch im laufenden Jahr soll die Maßnahme beginnen, dazu ist eine Vollsperrung der vorgesehenen Bereiche nötig, klärt das Tiefbauamt die Bezirksvertretung Südwest auf. Der besondere Schutz von Natur und Landschaft werde nicht oder nur in nicht relevantem Maße beeinträchtigt. Weil die Straßenabschnitte außerhalb der bebauten Bereiche liegen, kann auf eine Beleuchtung verzichtet werden. An der Kreuzung der Nevel- und Schnatstraße bis zur Generalstraße sind Laternen an alten Holzmasten vorhanden.

Gütesiegel für Alltagsrouten

Für die Anerkennung als „Radverkehrsfreundliche Stadt“ ist wesentlich, dass wichtige Alltagsrouten gut mit dem Fahrrad befahren werden können. Bochum hat sich nach Ortsterminen im Mai 2016 zur Bewerbung bei der AGFS, der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte und Gemeinden in NRW, dafür beworben.

Die Blumenfeldstraße ist zurzeit die direkteste Verbindung zwischen Eppendorf und Weitmar-Mitte, wo vor allem mehrere Schulen und Geschäfte liegen, die von Eppendorfern besucht werden.

Holperstrecke wird neu asphaltiert

Die Blumenfeldstraße führt streckenweise zwischen Feldern von Privateigentümern hindurch, sie kann daher nicht aus- oder umgebaut und mit Radstreifen versehen werden. Denn ein Grunderwerb ist nicht möglich, stellt das Tiefbauamt fest. Allerdings besteht mit Schnat- und Nevelstraße eine Alternativstrecke. Die wiederum präsentiert sich an manchen Stellen ziemlich marode und kann schlecht mit dem Rad befahren werden.

Die parallel verlaufende Trasse der Nevelbahn, die zum südlichen Teil der Springorumtrasse gehören soll, wird nun asphaltiert. Schon der nach Dahlhausen führende Abzweig wird gern genutzt, und mit der neuen Decke und dem Durchstich an der Hattinger Straße wird sie sogar noch attraktiver.

Neue Pendler aufs Rad

So kann mit dem Ausbau von Schnat- und Nevelstraße zwischen Am Moorschacht, Generalstraße und Springorumtrasse eine direkte, weitgehend autofreie (bis auf landwirtschaftliche Fahrzeuge) und damit sichere Verbindung zwischen Eppendorf, Weitmar-Mitte und Dahlhausen entstehen.

Damit will die Stadtverwaltung das Radwegenetz aufwerten und auch mehr Pendler ansprechen, die aufs Fahrrad umsteigen können, die bisher eine bequeme und eigens ausgewiesene Verbindung vermisst haben.

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