Demonstration

Tausend Kurden protestieren in der Bochumer Innenstadt

Bis zum Finanzamt an der Castroper Straße zogen die kurdische Demonstranten. Vor dort ging es zurück in die Innenstadt.

Bis zum Finanzamt an der Castroper Straße zogen die kurdische Demonstranten. Vor dort ging es zurück in die Innenstadt.

Foto: Andreas Rorowski / WAZ

Bochum.  In einem langen Demonstrationszug sind am Freitag in Bochum Hunderte Kurden auf die Straße gegangen. Ihr Protest richtet sich gegen die Türkei.

Etwa 1000 kurdische Demonstranten haben am Freitagabend in Bochum gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien demonstriert. Mehrere Hundert zogen zunächst vom Hauptbahnhof über Ost- und Nordring sowie die Castroper Straße bis zum Finanzamt, wo sich kurz zuvor noch gegenüber an der Synagoge hunderte Menschen zu einer friedlichen Kette eingefunden hatten. Sie bekundeten nach dem Anschlag von Halle/Saale dort leise ihre Solidarität mit den Juden in Deutschland.

Die Kurden marschierten vom Finanzamt aus zurück friedlich in die Innenstadt. Auf dem Husemannplatz endete der Demonstrationszug dann mit einer Kundgebung. Dort hatten sich mittlerweile etwa 1000 Teilnehmer eingefunden.

„Hoch der Widerstand“, hatte die Menge skandiert, die Fahnen-schwenkend und lautstark durch die Straßen gezogen. Der türkische Ministerpräsident Erdogan wurde beschimpft, die Unterstützung der Türkei durch Deutschland angeprangert und die Einheit Kurdistans beschworen. Bis zum Abend verlief die Veranstaltung nach Angaben der Polizei friedlich. Zwischenfälle wurden nicht bekannt.

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