Gastronomie

Trattoria San Marco in der Bochumer City hat neue Inhaber

Wolfgang Radtke (re.) hat mit seiner Ehefrau Betina die Trattoria San Marco auf der Huestraße übernommen. Gerrit Mansutti (li.) bleibt dem Restaurant als Chefkellner treu.

Wolfgang Radtke (re.) hat mit seiner Ehefrau Betina die Trattoria San Marco auf der Huestraße übernommen. Gerrit Mansutti (li.) bleibt dem Restaurant als Chefkellner treu.

Foto: WAZ Bochum

Bochum  Die Trattoria San Marco hat neue Inhaber. Wolfgang und Betina Radtke wollen in der Bochumer Innenstadt der italienischen Lebensart frönen.

. Als Projektentwickler ist er hauptberuflich für Krankenhäuser im Einsatz. Nun steht Wolfgang Radtke eine „Operation“ besonderer Art bevor. Mit seiner Ehefrau Betina hat der 55-Jährige die Trattoria San Marco auf der Huestraße übernommen.

Der Standort unweit des Hauptbahnhofs hat Tradition. In den 1960er Jahren zählte Familie Mansutti hier zu den ersten Italienern, die bei den Bochumern die Lust aufs Eis weckten. Das Eiscafé San Marco an der Huestraße 4 gibt’s bis heute. Im Jahr 2000 gesellte sich schräg gegenüber die Trattoria San Marco hinzu: ein Speiselokal mit typisch italienischen Gerichten.

Ehepaar hat die Karte entschlackt

Wolfgang und Betina Radtke zählten viele Jahre zu den Stammgästen. Als nun ein neuer Inhaber gesucht wurde, griff das Ehepaar zu: er als Betriebswirt ein Mann der Zahlen und Strategien, sie als Diplom-Textildesignerin mit Sinn für Kreativität und dem Blick für die entscheidenden Feinheiten, beide mit ausgeprägter Liebe für die italienische Küche und dem festen Willen, „nochmal etwas Neues zu probieren, nochmal gemeinsam anzugreifen“. Die Radtkes legten los. Unterzogen das Lokal einer Komplettrenovierung. Ergänzten das Personal. Entschlackten die Karte. Und wollen fortan noch intensiver als ihre Vorgänger die italienischen Momente in der Einflugschneise zwischen Hbf und Kortumstraße entfachen.

Außengastronomie mit Straßenmusik

Das gelingt kulinarisch sehr ordentlich. Wohltuend übersichtlich ist das Angebot mediterraner Leckereien wie Spaghetti („frisch zubereitet!“) mit Babymuscheln oder zartem Lachs sowie diverser Fleisch- und Fischspezialitäten, meist in der Fair-Play-Klasse zwischen 10 und 20 Euro. Tipps: die üppige Antipasti-Platte vorweg und eine cremige Zabaione zum Dessert. „Unsere Küche soll authentisch sein, ganz so, wie sie auch in Italien geschätzt wird. Das ist uns wichtig – neben dem Wohlfühleffekt, der sich bei den Gästen einstellen soll“, sagt Wolfgang Radtke.

Jetzt im Sommer lädt dazu vor allem die Außengastronomie mit ihren 60 Plätzen (ebenso viele wie im Lokal) ein. Bis 22 Uhr wird getafelt, gern auch bei passender Straßenmusik. Ein Stück Urlaubsgefühl in Bochums 1a-Lage. Dafür sorgt nicht zuletzt Gerrit Mansutti, der die Familientradition in der Trattoria als Chefkellner aufrecht hält. Operation: gelungen.

Trattoria San Marco, Huestraße 5, 0234/65904, täglich ab 12 Uhr geöffnet, kein Ruhetag.

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