"Bullshit"

Bochums OB Eiskirch kritisiert geplantes Ladenöffnungsgesetz

Verdi-Geschäftsführerin Gudrun Müller und Wolfgang Knop (Bezirksvorsitzender) begrüßen die Gäste beim Neujahrsempfang.

Foto: Gero Helm

Verdi-Geschäftsführerin Gudrun Müller und Wolfgang Knop (Bezirksvorsitzender) begrüßen die Gäste beim Neujahrsempfang. Foto: Gero Helm

Bochum/Herne.   Beim Neujahrsempfang des Verdi-Bezirks Bochum-Herne lässt Verdi die Muskeln spielen. Bochums Oberbürgermeister findet ebenfalls deutliche Worte.

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Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) prophezeit den Verwaltungsgerichten „ein spannendes Jahr 2019“. Grund für diese Einschätzung ist das von der schwarz-gelben Landesregierung neu geplante Ladenöffnungsgesetz, das Eiskirch beim Neujahrsempfang des Verdi-Bezirks Bochum-Herne als „Bullshit“ bezeichnete.

Übersetzt: Blödsinn. In der Kritik stehen die neuen Regeln zur Sonntagsöffnung im Einzelhandel. 2017 hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi landesweit per Gerichtsbeschluss zahlreiche verkaufsoffene Sonntage gekippt. In Bochum zum Beispiel den Termin beim Maiabendfest.

Auch Hernes OB fällt durch Klartext auf

Nicht nur Bochums erster Bürger fiel vor den etwas mehr als 100 Gästen beim Empfang im Gewerkschaftshaus durch Klartext auf, sondern auch Hernes OB Frank Dudda und Verdi-Geschäftsführerin Gudrun Müller. Während Dudda sich deutlich gegen die Befristung von Arbeitsverträgen aussprach („Auch bei Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.“) und die Bedeutung der Betriebsräte unterstrich („Die Betriebsratswahlen entscheiden über die Zukunft der Gesellschaft.“), betonte Müller die neue Stärke ihrer Gewerkschaft.

Nach der Fusion der Bezirke Bochum-Herne, Emscher-Lippe-Nord und -Süd zum Großbezirk Mittleres Ruhrgebiet sei Verdi in der Region mit 55 000 Mitgliedern „eine echte Hausnummer“. Dies wolle man bei der kommenden Tarifrunde ausspielen. Müller: „Wir sind eine wichtige politische Gestaltungskraft.“ Beweisen wolle man dies auch im Kampf gegen die Sonntagsöffnung im Einzelhandel. (thom)

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