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Zeltfestival-Anreise sorgt für gefährliche Staus auf der A43

Die Anreise zum Zeltfestival sorgt auf der A 43 häufig für gefährliche Rückstaus. Im Bild ist die A 43 bei Bochum.

Die Anreise zum Zeltfestival sorgt auf der A 43 häufig für gefährliche Rückstaus. Im Bild ist die A 43 bei Bochum.

Foto: Ingo Otto

Bochum/Witten/Hattingen.   Die Anreise zum Zeltfestival Ruhr sorgt auf der A 43 bei Bochum oft für gefährliche Rückstaus. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung wurde abgelehnt.

Wegen der Anreise zum Zeltfestival Ruhr bilden sich auf der A 43 abends regelmäßig gefährliche Rückstaus. Besonders tückisch: In dem Bereich um die Zeltfestival-Ausfahrt in Witten-Heven gilt keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Die Bezirksregierung Arnsberg, die mit ihrer Unfallkommission über die Verkehrsregelung während des Zeltfestivals beraten hatte, hatte eine Geschwindigkeitsbegrenzung für die 17 Tage abgelehnt.

Es bestehe kein Handlungsbedarf, heißt es von Bezirksregierungssprecher Benjamin Hahn. Auf der Autobahn weisen nun Schilder auf die drohende Staugefahr hin.

Es gibt zahlreiche Sonderregelungen

Veranstalter und Polizei wollen mit einem gemeinsam erarbeiteten Verkehrskonzept Unfälle bei der An- und Abreise zum Zeltfestival verhindern. „Damit die Anfahrt so reibungslos wie möglich verläuft, hat das Zeltfestival Ruhr zahlreiche Sonderregelungen für Straßenverkehr und ÖPNV während der Festivalzeit umgesetzt“, heißt es von einer Zeltfestival-Sprecherin.

So sei etwa – in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro – die Ampeltaktung an der Ausfahrt Witten-Heven angepasst worden. Außerdem garantiere eine gute Beschilderung der zehn Parkplätze einen „schnellen Verkehrsfluss von der Seestraße auf die Parkplätze“, so heißt es weiter. Staus könne man dennoch nicht verhindern. Ortskundigen werde empfohlen, die Autobahnabfahrt Ruhr-Universität zu nutzen.

Ausfahrt kann auch gesperrt werden

Eine Zeltfestival-Sprecherin empfiehlt außerdem eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das werde von den Musik-Fans auch gut angenommen, heißt es.

Auch die Polizei zeigt sich auf Staus vorbereitet. An allein fünf Tagen werde mit einem „erhöhten Verkehrsaufkommen“ gerechnet, so Polizeisprecher Frank Lemanis. Wenn viele Autos unterwegs sind, sollen die Ampeln im Bereich der Seestraße schneller auf Grün schalten. Außerdem regeln im Zweifel Polizisten den Verkehr.

Parkwächter sollen dafür sorgen, dass die Autofahrer schnellstmöglich von der Straße kommen. Deshalb werde die Parkgebühr auch erst nach dem Einparken kassiert.

Und: Wenn es Staus gibt, dann kann die Autobahnpolizei die betroffene Ausfahrt kurzfristig sperren. Er werde außerdem im Einzelfall geprüft, ob eine Warnung über das Radio oder mithilfe eines Polizeiwagens notwendig sei.

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