Nach sechs Jahren

Zukunftsakademie NRW schließt zum Jahresende

Das Team der Zukunftsakademie im Treppenhaus an der Humboldtstraße.

Das Team der Zukunftsakademie im Treppenhaus an der Humboldtstraße.

Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die Zukunftsakademie NRW stellt den Betrieb ein, das in Bochum ansässige Landesinstitut läuft zum Jahresende aus. Geldgeber zogen sich zurück.

Die Zukunftsakademie NRW stellt den Betrieb ein, das an der Humboldtstraße im ehemaligen Haus der Katholischen Jugend ansässige Landesinstitut läuft zum Jahresende aus.

Das Team um die ZAK-Leiterin Inez Boogaarts ist von der Entscheidung überrascht worden, die die beiden Träger der Akademie - das Kulturministerium und die Stiftung Mercator - am 27. Mai öffentlich machten. „Unsere Veranstaltungen finden bis Dezember wie geplant statt, die ZAK arbeitet zudem an der Sicherung und der Weitergabe ihrer umfangreichen Erfahrungen“, so Boogaarts. Als Begründung für die Abwicklung der Akademie werden „strukturelle Gründe“ ins Feld geführt.

Die ZAK war 2013 aus dem Schauspielhaus heraus gegründet worden, mit Schwerpunktsetzung in den Bereichen „Kulturelle Bildung“ und „Interkultur“. Unter welchen Bedingungen wollen die Menschen in der Stadtgesellschaft in Zukunft zusammenleben, und welche Rolle kann die Kultur dabei spielen?, lautete der gedankliche Überbau. Entsprechend lagen die Schwerpunkte der Arbeit im Fortbildungs- und Wissenstransfer für den NRW-Kultursektor sowie in Formaten zur Diversitätsentwicklung. „Diversität“ (Vielfalt) etabliert sich als Thema im öffentlichen Diskurs immer mehr und steht inzwischen bei vielen Kulturinstitutionen auf der Agenda.

Die Zukunftsakademie verfügte zuletzt über sechs Mitarbeiterstellen und wurde vom Land und von der Stiftung Mercator mit rund 550.000 Euro im Jahr getragen.

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