„Affection“

Am Flugplatz feiern friedliche Hardcore-Fans neues Festival

60 DJs servierten beim Festival „Affection“ auf 3 Bühnen Sounds aus den Bereichen Hardstyle, Rawstyle, Hardcore und Uptempo.

60 DJs servierten beim Festival „Affection“ auf 3 Bühnen Sounds aus den Bereichen Hardstyle, Rawstyle, Hardcore und Uptempo.

Foto: Lutz von Staegmann / Funke Foto Services

Hünxe/Kirchhellen.  Das ist ein Achtungserfolg: Bis zu 9000 Gäste kamen zum neuen Festival „Affection“ Es fand erstmals am Flugplatz Schwarze Heide statt.

Die Melodie und der Text, die über das Gelände des „Affection-Festivals“ am Flugplatz Schwarze Heide tönen, klingen bekannt. Es ist das Lied „Zombie“ der irischen Band „The Cranberries“, das da, mit Elektro-Beats unterlegt und vollkommen verändert, aus den Boxen der Hauptbühne des Affection-Festivals perlt.

Elektro mit wummernden Bässen

Vor der Bühne tanzen die Festival-Besucher zu den Elektroklängen, teilweise unterlegt mit wummernden Bässen, und singen hier und da einige der Textpassagen mit. „Meine Mutter kennt sicher die Hälfte der Lieder, die hier gespielt werden – allerdings in ihrer Originalversion“, sagt Festival-Veranstalter Stefan Ulber. Und die jüngeren Festivalbesucher entdecken sie jetzt vielleicht durch ihre Neuinterpretation durch die DJs, die beim Affection-Festival ihre Musik präsentieren.

Die Hauptbühne des Festivals sieht aus wie eine Eule, die durch einen Regenbogen geflogen ist und dessen Farben aufgenommen hat. Überall flacken bunte Lichter und bisweilen sorgen Kunstnebelstöße, Pyroeffekte und Konfettiregen für optische Höhepunkte in der Inszenierung des Festivalspektakels. Die Fans vor der Bühne feiern das tanzend mit und genießen die Atmosphäre auf dem Festival.

„Ich bin sehr zufrieden“

„Wir hatten schon einige Jahre die Idee, ein Festival draußen zu machen“, sagt Stefan Ulber. Mittlerweile organisiert er mit seinem Team seit neun Jahren Veranstaltungen wie „Easter Rave“ und „Pumpkin“ oder die „Solution Germany“-Reihe in Oberhausen, Duisburg, Aachen und Moers. „Wir haben uns gesagt: Wenn wir uns jetzt nicht trauen, ein Outdoor-Festival zu machen, dann machen wir das nie.“ Gesagt, getan. Mit dem Festivalgelände am Flugplatz Schwarze Heide hat man dann das optimale Festivalgelände gefunden.

„Ich bin damit sehr zufrieden, wie hier alles läuft. Es könnten nur noch mehr Besucher hier sein“, sagt Stefan Ulber. Zwischen 8000 und 9000 Gästen werden an den beiden Festivaltagen insgesamt auf dem Gelände gewesen sein. Dabei ist das Festival nicht nur ein Geschäftsmodell. „Da steckt viel Herzblut mit drin. Ohne das würde man so ein Festival nicht machen“, sagt Stefan Ulber. Und demonstriert das dann auch, indem er sich unter seinem Bühnennamen „G4bby“ selbst auf die Bühne stellt und die Fans der elektronischen Musik zum Tanzen bringt.

Künstler werden für ihren Auftritt eingeflogen

Die reisen teilweise auch erst zum zweiten Festivaltag an, nachdem sie durch Videos und positive Kommentare im Internet erfahren haben, was da auf dem Gelände alles abgeht. Und es gibt beim Affection-Festival einiges zu sehen und zu hören. Über 60 DJs sind auf den drei Bühnen des Festivals unterwegs und servieren mit Hardstyle, Rawstyle und Hardcore die eher härteren Gangarten der elektronischen Musik. Teilweise werden die Künstler für ihren Auftritt auf dem Flughafen Schwarze Heide eingeflogen und fliegen dann zum nächsten Auftritt weiter – wie das ursprünglich aus Norwegen stammende Hardstyle-Duo Da Tweekaz, die zu den bekannten Größen der Szene gehören.

Doch obwohl hier teilweise Musik mit hart dröhnenden Bässen über das Gelände dröhnt, ist die Stimmung auf dem Festival vor allem eins: friedlich. Das bestätigt auch Markus Belack von der Firma M.B.S. Security, die sich beim Festival um die Sicherheit kümmert. „Die Zuschauer hier sind harmlos. Die wollen einfach feiern“, sagt er. Und so ist das Affection ein familiäres Fest für Freunde elektronischer Musik.

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