Hospizarbeit

Ambulante Hospizgruppe Bottrop lädt ein zum Sternenbasar

Sabine Junker (links) und Barbi Mohr von der Hospizgruppe mit den Sternen und dem Bottrop-Kalender, die sie beim „Sternenbasar“ am 23. November anbieten.

Sabine Junker (links) und Barbi Mohr von der Hospizgruppe mit den Sternen und dem Bottrop-Kalender, die sie beim „Sternenbasar“ am 23. November anbieten.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Sie kümmern sich um Schwerstkranke und Sterbende: Die Mitglieder der ambulanten Hospizgruppe. Zum zehnten Mal laden sie ein zum Sternenbasar.

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Zum zehnten Mal veranstaltet die ambulante Hospizgruppe ihren „Sternenbasar“. Am Samstag, 23. November, lädt sie von 10 bis 16 Uhr ein in ihre Räume an der Neustraße 2. Zu kaufen gibt es allerlei Selbstgemachtes zum Genießen und Dekorieren. Und vor allem gibt es Gelegenheit zu Gesprächen mit oder ohne Kaffee und Kuchen.

Dass beim Sternenbasar jedes Jahr eine ordentliche vierstellige Summe zur Förderung der Hospizarbeit zusammen kommt, freut das Organisationsteam um Sabine Junker und Barbi Mohr natürlich sehr. Aber wichtiger ist ihnen das Gespräch. Denn so ist der Sternenbasar auch entstanden, erinnert sich Barbi Mohr: „Eine von uns kam damals auf die Idee, ein niedrigschwelliges Angebot zu machen, damit Menschen ohne Not einmal unsere Räume betreten.“

„Ist ja noch nicht soweit“

Hintergrund: Es gibt ihn noch, den tief verwurzelten Widerstand von Menschen, sich mit dem Sterben zu befassen, das mit dem Hospizgedanken untrennbar verknüpft ist. Das merken die Mitglieder der ambulanten Hospizgruppe zum Beispiel an ihren Infoständen auf den Wochenmärkten, berichtet Sabine Junker. „Ich erlebe das ganz oft, dass die Leute zurückschrecken und sagen: Ist ja noch nicht soweit.“

Die niedrige Schwelle beim Sternenbasar besteht darin, dass die Besucher über die Hospizarbeit reden und sich informieren können, aber nicht müssen. Sie können zwanglos die Mitglieder der Hospizgruppe kennenlernen, sich in den Räumen an der Neustraße umschauen und unter dem liebevoll gemachten Angeboten auswählen.

Selbst gemachte Marmeladen

Das besteht vor allem aus Selbstgemachten: „Wir haben wie immer unsere selbst gemachten Marmeladen, Liköre und Plätzchen“, sagt Sabine Junker. Dazu vieles, was wärmt: Stricksocken, Filzpantoffeln, Handwärmer, Schals. Dazu Dekoartikel, „ganz viele Holzarbeiten und natürlich unsere Sterne.“ Diese Papiersterne waren einer der Namensgeber des Basars. Der andere waren die „Sternenkinder“, Babies, die bei oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Barbi Mohr sagt es so: „Jeder Mensch, der verstorben ist, ist irgendwo ein Stern.“

Sie selbst steuert zum Basar den Bottrop-Kalender mit ihren selbst gewählten Fotomotiven bei. Für die Kalender aus der Vorjahren hat die Hospizgruppe eine hübsche Form der Wiederverwendung gefunden, sagen Barbi Mohr und Sabine Junker: „Wir bieten diesmal Geschenktüten an, gemacht aus alten Kalenderblättern.

Zehn Mitglieder der Hospizgruppe bereiten den Basar vor. Auch dabei merken die Organisatoren, dass sich die Struktur der Ehrenamtlichen verändert hat, sagt Barbi Mohr: „Als ich 2008 meine Ausbildung gemacht habe, waren wir fast alle Hausfrauen, Rentner, nicht oder wenig Beschäftigte. Heute sind ganz viele berufstätig.“ Was die Koordination der Einsätze nicht leichter macht.

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