Fördervereine helfen

Bauernmarkt mit Tiergehege im Fuhlenbrock

Bauernmarkt des Fördervereins St. Bonifatius rund um die Fuhlenbrocker Kirche. Nina und Nele streicheln hier Esel Nele und das Pony vom Bauern Bente aus Borken.

Bauernmarkt des Fördervereins St. Bonifatius rund um die Fuhlenbrocker Kirche. Nina und Nele streicheln hier Esel Nele und das Pony vom Bauern Bente aus Borken.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Der Förderverein St. Bonifatius hatte ein breites Angebot organisiert. Bauer Bente aus Borken war erstmals dabei. Viele helfen so der Gemeinde.

Darauf hatten alle gewartet: Nach einer verregneten Bauernmarkt-Eröffnung am Samstag und einem ebenso nassen Start in den Sonntag lässt sich gegen Mittag kurz die Sonne blicken und lockt endlich eine größere Schar Besucher an. „So ein schlechtes Wetter hatten wir noch nie“, stellt Josef Dumpe, Vorsitzender des Fördervereins St. Bonifatius Bottrop-Fuhlenbrock e.V. fest.

Die finanziellen Mittel kommen aus Mitgliederbeiträgen und aus privaten Spenden. Aber auch größere Sponsoren aus dem Umkreis interessieren sich für den Förderverein. So konnten Firmen aus Oberhausen und Gladbeck gewonnen werden, als es darum ging, den Jugendraum des Gemeindezentrums zu renovieren. „Die wichtigsten Kooperationspartner sind aber hiesige Vereine“, stellt Dumpe fest. Dazu gehörten zum Beispiel der Schützenverein BSV oder der Heimatverein Plattdütsche ut Waold un Hei e.V., beide in Fuhlenbrock ansässig. Seit 2016 gibt es den Bauernmarkt jeden Sommer auf St. Bonifatius. Dabei war der erste Markt war quasi aus der Not geboren. Zuvor waren im Zuge des sogenannten Pfarrentwicklungsprozesses zahlreiche Kirchengemeinden in Bottrop zusammengelegt worden und auch St. Bonifatius verlor den Status als Pfarrei.

Um die Identität der Gemeinde und die Verankerung im Stadtteil Fuhlenbrock zu erhalten, gründete sich der Förderverein und hob den ersten Bauernmarkt aus der Taufe. Inzwischen ist das Fest für den Stadtteil ein echtes Highlight. Alle freuen sich schon Wochen vorher auf das bunte Angebot, das sie an mehr als 16 Ständen erwartet. Ob Schnitzarbeiten, Dekoartikel, Floristisches, Unikate aus Stoff und Filz oder ein duftendes Heu-Herz, es ist für jeden was dabei. Und natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. „Die Stände werden alle von Vereinsmitgliedern oder von kooperierenden Geschäftsleuten betrieben. Wir stellen sogar die Buden in Eigenregie auf, auch darin zeigt sich das Engagement unserer Mitglieder!“, freut sich Josef Dumpe.

Bauer Bente brachte auch Tiere mit in den Fuhlenbrock

Einer ist heute zum ersten Mal dabei: Bauer Hubert Bente aus Borken. Er hat einigen seiner Tiere mitgebracht und extra für sie ein kleines Gehege aufgebaut. Zutraulich laufen die Tiere auf die Besucher zu und als Bente großzügig Möhrenstückchen an die Kinder verteilt, kommen alle schnell in Kontakt. Hubert Bente freut sich über das Interesse und beantwortet geduldig alle Fragen nach Namen der Tiere, Lieblingsfutter und Alter. „Warum beißen die beiden sich“, will plötzlich die siebenjährige Julia wissen und zeigt erschrocken auf das Schimmelpony und den kleine Esel, die begonnen haben, sich gegenseitig heftig am Hals zu knabbern.“

Doch Bauer Bente lacht und beruhigt sie: „Die beiden beißen sich nicht, sie mögen sich besonders gern und putzen sich deshalb gegenseitig das Fell!“, erklärt er und Julia zieht erleichtert weiter zu den Ziegen. Auch die sind auf eine kleine Möhrenmahlzeit scharf. Ob das nicht stressig für die Tiere ist, die Reise durchs halbe Ruhrgebiet und immer wieder die vielen Menschen ringsum, will eine Mutter wissen. Auch dazu gibt Bente bereitwillig Auskunft. Einige der Tiere hat seine Familie mit der Flasche großgezogen. Entsprechend vertraut sind sie mit Menschen.

Das Reisen sind sie alle gewohnt und sobald sie nach dem Streichelzoo-Einsatz wieder zu Hause sind, haben sie erstmal ein paar Tage frei und lassen es sich auf der Wiese gut gehen. Hubertus Bente ist im nächsten Jahr gerne wieder mit dabei, wenn der Bauernmarkt für die Fuhlenbrocker seine Tore öffnet.

Dafür setzt sich der Förderverein ein

Der Förderverein St. Bonifatius Bottrop-Fuhlenbrock verfolgt das Ziel, das gemeindliche Leben in St. Bonifatius zu fördern und zu beleben. Dabei geht es beispielsweise auch um den Erhalt der Gebäude und die Unterstützung der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit in der Gemeinde, aber eben auch um die Förderung des gesellschaftlichen Zusammenlebens im Stadtteil.

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