Straßenverkehr

Baustelle: Essener Straße ist nun ein Nadelöhr in Bottrop

Auf der Essener Straße fließt der Verkehr ab der Armelerstraße nur noch einspurig in jede Richtung. Damit wird die wichtigste Nord-Süd-Achse und Pendlerstrecke der Stadt zum Nadelöhr.

Auf der Essener Straße fließt der Verkehr ab der Armelerstraße nur noch einspurig in jede Richtung. Damit wird die wichtigste Nord-Süd-Achse und Pendlerstrecke der Stadt zum Nadelöhr.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Geduld brauchten Autofahrer am Morgen auf der Essener Straße. Der Verkehr floss nur einspurig, dann fiel auch noch die Baustellenampel aus.

Sich im Berufsverkehr über die Essener Straße zu quälen, ist ja schon unter normalen Umständen kein Vergnügen. Doch seit Donnerstagabend fließt der Verkehr zwischen der Armeler Straße und der Auffahrt zu A 42 nur noch einspurig in jede Richtung. Die Bahn baut Lärmschutzwände an ihren Brücken. Da war im Berufsverkehr Geduld gefragt – vor allem als im Laufe des Morgens auch noch die Baustellenampel ausfiel.

Spätestens ab dem Zeitpunkt war es für die Autofahrer, die aus der Straße Am Hauptbahnhof und der Armelerstraße kamen, schwierig auf die Essener Straße einzubiegen. Entsprechend lang war der Rückstau vor dem Hauptbahnhof. Beobachtern bot sich das Bild, dass vor allem Lkw-Fahrer irgendwann genug hatten und sich mit ihren großen Gefährten auf die Hauptstraße quetschten. Die Polizei war ausgerückt, weil sich der Verkehr auf der Essener Straße gestaut hatte, so Polizeisprecher Michael Franz. Über die Leitstelle sei dann die zuständige Firma über den Ausfall der Ampel informiert worden.

Einige Autofahrer übersehen oder ignorieren Hinweisschilder

Ein weiteres Problem: Einige Autofahrer übersahen – oder ignorierten – dass sie vom Hauptbahnhof aus nur noch einspurig links in die Essener Straße abbiegen durften. Eigentlich ist das ja logisch, wenn die Hauptstraße von da aus nur einspurig weiter führt. Das Ergebnis war, dass einige Autofahrer dann hektisch im Kreuzungsbereich versuchten, sich einzuordnen und dabei auch den Gegenverkehr blockierten.

Im Laufe des Vormittags wurde aber zumindest die Baustellenampel wieder repariert. Wobei, eine Leserin kommentiert die Nachricht vom Ausfall der Ampel auf der Facebook-Seite der Lokalredaktion so: „Und das war heute morgen mit funktionierender Ampel schon bescheiden...“ Auch andere Kommentatoren machten ihrem Unmut Luft und berichteten von ihren Erfahrungen.

Ein Unfall mit Sachschaden

Am Vormittag kam es auch zu mindestens einem kleinen Unfall. Ein Bus der Ruhrbahn und ein Pkw waren beteiligt. Es sei aber nur zu einem Sachschaden gekommen, so der Polizeisprecher. Die Beteiligten hätten die Personalien ausgetauscht und die Beamten vor Ort hätten auch lediglich eine mündliche Verwarnung ausgesprochen. Nichtsdestotrotz stand währenddessen der Bus auf einer abgesperrten Spur im Baustellenbereich. Damit hat er zwar keinen Fahrstreifen blockiert, die Sicht war dadurch aber sehr eingeschränkt.

Derweil wurde an der Brücke des Hauptbahnhofs fleißig gearbeitet. Auf der gesperrten Spur war ein großer Autokran aufgebaut. Mit dessen Hilfe wurden am Morgen lange Stützen für die Lärmschutzwand in den Boden gesetzt. Die Bahn baut Lärmschutzwände entlang ihrer Strecken im Bottroper Süden, davon betroffen ist sowohl die Brücke am Hauptbahnhof als auch die Brücke der Güterbahnstrecke.

Die Sperrung dauert noch bis Montagabend an

Im Verlauf der Bauphase werden an den Bauwerken tonnenschwere Torsionsbalken angebracht. Diese Balken sind dann die Grundlage für die Lärmschutzwände. Auf diese Weise werden die Brücken nicht durch das zusätzliche Gewicht der Schallschutzwand belastet.

Ab Montagabend soll die Essener Straße dann zunächst wieder zweispurig in beide Richtungen befahrbar sein, ab Donnerstag, 24, Oktober, 18 Uhr wird dann die andere Richtungsfahrbahn gesperrt und es geht wieder einspurig.

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