Kommentar

Bei der aggressiven Bottroper Demo handelte die Polizei klug

Hinterhältig Steine auf Menschen zu werfen, ist schon zu gewalttätig. Die Polizei verhinderte, dass es zu noch schlimmeren Gewaltausbrüchen kam.

Trotz der großen Aggressivität, die rund um den Pferdemarkt herrschte, habe ich mich dort völlig sicher gefühlt. Ich konnte ja darauf vertrauen, dass Polizisten sofort eingreifen, falls die Gewalt völlig ausufern sollte. Allein dass sogenannte Demonstranten hinterhältig mit Steinen und Dosen nach Menschen warfen, ist nun wirklich schon zu gewalttätig.

Die vielen Polizisten verhinderten aber allein schon durch ihr Auftreten, dass es zu noch schlimmeren Gewalttaten kam. Anzuerkennen ist, dass auch besonnenere Demonstranten auf beiden Seiten, besonders hitzige Mitstreiter davon abhielten, gewalttätig aufeinander loszugehen.

Polizisten standen ja zwischen den aufgebrachten Fronten

Der Frust der Veranstalter der Kundgebung ist verständlich. Sie konnten ihre Meinung aber trotz der Gegendemonstranten ja äußern. Ich jedenfalls habe gehört, dass DKP-Vorsitzender Jörg Wingold oder Linke-Ratsherr Niels Holger Schmidt zum Stopp des Krieges aufriefen und die Bundesregierung wegen der Waffenexporte an die Türkei heftig kritisierten. Medial ging ihre Botschaft allerdings unter.

Die Auflösung der nicht angemeldeten Gegendemonstration fordert sich leicht, es sind aber dann die Polizisten, die ihre Köpfe dafür hinhalten müssen. Denn angesichts der spürbaren Aggressivität aufgebrachter und uneinsichtiger Gegendemonstranten hätten dann ja erst recht Gewaltausbrüche gedroht. Für mich hat die Polizei klug und richtig gehandelt.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben