St. Johannes

Bischof wechselt auch zweiten Priester in Kirchhellen aus

Pfarrer Klaus Klein-Schmeink (rechts) begrüßt am 22. Dezember die Bergmannsfigur „Jupp“ an der Krippe zur Erinnerung an das Ende des Bergbaus in Kirchhellen. Links die Bergleute Mathias Erdmann und Detlev Lindenbaum, die einen Tag nach der Abschiedsfeier vom Bergbau die Figur in die Kirche St. Johannes gebracht haben.

Pfarrer Klaus Klein-Schmeink (rechts) begrüßt am 22. Dezember die Bergmannsfigur „Jupp“ an der Krippe zur Erinnerung an das Ende des Bergbaus in Kirchhellen. Links die Bergleute Mathias Erdmann und Detlev Lindenbaum, die einen Tag nach der Abschiedsfeier vom Bergbau die Figur in die Kirche St. Johannes gebracht haben.

Foto: Thomas Gödde

Kirchhellen.   Nach Pastor Manfred Stücker soll in St. Johannes auch Klaus Klein-Schmeink gehen. So begründet das Bistum seine Entscheidung.

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Der Bischof von Münster tauscht das Seelsorgeteam von St. Johannes aus. Gerade hat sich Pastor Manfred Stücker von der Gemeinde nach Wachtendonk verabschiedet, da verkündet Pfarrer Klaus Klein-Schmeink: Das Bistum schickt mich nach Kevelaer - gegen meinen Willen und den vieler Menschen in der Gemeinde.

Über die berufliche Zukunft von Pater Perya entscheiden das Bistum und dessen Orden in diesem Jahr. Über die Entscheidung des Bestums gibt Klein-Schmeink zu Protokoll: „Ich bin auch nicht glücklich darüber.“ Nach seinen Angaben will der Bischof einen personellen Schnitt in Sankt Johannes. Klaus Klein-Schmeink hatte im vergangenen Jahr Schritte unternommen, um St. Johannes noch weiter zum Dorf hin zu öffnen. So hatte er kirchliche Angebote in das Programm des Dorffestes integriert. Im Januar war er mit einer Kirchhellener Gruppe zum Weltjugendtag nach Panama gereist.

Persönliche Erklärung

In einer Erklärung hat Klaus Klein-Schmeink die Vorgeschichte der Entscheidung geschildert. Er sei bereits im vergangenen Jahr vom Bistum nach seinen Zukunftsplänen befragt worden, nachdem der Abschied von Pfarrer Stücker nach Wachtendonk beschlossen worden war.

„Ich bot dem Bischof an, für weitere vier Jahre in St. Johannes bis zu meinem Silbernen Priesterjubiläum zu bleiben, weil ich in der jetzigen Situation eine personelle Kontinuität für wichtig erachte, abgesehen davon, dass ich mich hier wohlfühle.“ Er habe aber klargemacht, dass er zur Unterstützung einen Priester oder einen Pastoralreferenten/eine Pastoralreferentin brauche. Hintergrund: In der Gemeinde war früh spekuliert worden, dass das Bistum Stückers Stelle nicht neu besetzen würde.

„Der Bischof will einen Schnitt setzen“

Klein-Schmeink weiter: „Der Personalchef eröffnete mir dann, dass der Bischof einen Schnitt setzen wolle und ein ganz neues Seelsorgeteam für St. Johannes d. T. vorsehe. Darüber habe ich den Pfarreirat und den Kirchenvorstand informiert. Der Personalchef verabredete ein Treffen mit beiden Gremien am 21. Januar, um die Vorstellungen des Bistums zu erläutern. Ich weiß, dass Personen, Gruppen und Verbände aus unserer Pfarrei und unserem Dorf sich bei den Gremien für meinen Verbleib stark gemacht haben. Das Bistum blieb bei seiner Haltung und versprach eine gute Nachfolgeregelung in Abstimmung mit den Gremien zu finden.“

Das heißt: Für Pfarrer Klein-Schmeink endet sein Dienst in St. Johannes am 1. September. „Im Oktober werde ich dann das Seelsorgeteam von St. Antonius in Kevelaer, Twisteden, Wetten, Winnekendonk und Kervenheim als Priester unterstützen.“

Gottesdienste bleiben

Vorher will er aber noch alles tun, um gemeinsam mit Bistum, Pfarrgremien und dem Jugendkloster eine bestmögliche Nachfolgeregelung zu finden. Mit der Verabschiedung von Pastor Stücker hat ihn das Bistum schließlich zum Pfarrverwalter und auch zum Vorsitzenden des Kirchenvorstandes ernannt. worden.

Appell zu Zusammenhalt

Er verspricht: „Pater Periya und ich werden in dieser Situation nach Kräften alles tun, um die Seelsorge in unserer Pfarrei aufrecht zu erhalten. Die Gottesdienstordnung bleibt bestehen. Die Patres vom Jugend-Kloster haben dankenswerter Weise ihre Hilfe zugesagt. Zudem versuche ich mit den Gremien und den Mitarbeitern alles so zu ordnen, dass der Übergang zu einem neuen Seelsorgeteam so reibungslos wie möglich verlaufen kann. Er bittet die Gemeinde, „die künftige Entwicklung unserer Pfarrei mit unserem Gebet zu begleiten und der Fürsprache der Muttergottes und unseres Pfarrpatrons, des Täufers Johannes, anzuempfehlen. Vertrauen wir Gottes Wegen und halten wir als Pfarrei zusammen!“

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