Soziales

Bottrop profitierte mit mehr als 26 Millionen Euro vom LWL

Die LWL-Tagesklinik für Jugendpsychatrie an der Josef-Albers-Straße wurde Ende 2013 eröffnet.

Die LWL-Tagesklinik für Jugendpsychatrie an der Josef-Albers-Straße wurde Ende 2013 eröffnet.

Foto: Michael Korte

Bottrop.  Bottrop hat 2018 im Geschäft mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe mehr als 26 Millionen Euro Gewinn gemacht, rechnet der Verband vor.

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Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im Jahr 2018 rund 56,5 Millionen Euro (2017: 57,2 Millionen Euro) in Bottrop ausgegeben. Die Stadt Bottrop als LWL-Mitglied zahlte im selben Jahr insgesamt einen Beitrag von rund 30,2 Millionen Euro (2017: 29,9 Millionen Euro) an den Kommunalverband. Die Differenz zwischen Ausgaben und Einzahlung stammt im Wesentlichen aus zusätzlichen Bundes- und Landesmitteln. Das meldet der in der LWL-Landschaftsversammlung vertretene Abgeordnete aus Bottrop Thomas Göddertz (SPD).

Mit dem größten Teil des Geldes unterstützte der LWL behinderte und pflegebedürftige Menschen. Insgesamt flossen 34,5 Millionen Euro (2017: 31,7 Millionen Euro) in diese sozialen Aufgaben nach Bottrop.„Menschen mit Behinderung sollen durch die finanzielle Unterstützung möglichst gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, wie es das neue Bundesteilhabegesetz fordert“, heißt es in einer Erklärung der Abgeordneten. Ab 2020 ändern sich durch das neue Gesetz Regeln und Zuständigkeiten. Der LWL bietet ausführliche Informationen dazu im Internet (http://www.bthg2020.lwl.org) und am Telefon (0251 591 5115) an.

Betreutes Wohnen als Alternative zum Heim

Zu einem normalen Leben gehöre auch das Wohnen in den eigenen vier Wänden, so die Abgeordneten weiter. Der LWL fördere daher das ambulante betreute Wohnen als Alternative zum Leben im Wohnheim. Im vergangenen Jahr unterstützte der Kommunalverband 429 (2017: 428) Menschen in Bottrop dabei, allein oder mit anderen in der eigenen Wohnung leben zu können. 2018 zahlte der Verband in Bottrop für 301 (2017: 287) Wohnheimplätze. Außerdem finanzierte der LWL 473 (2017: 465) Arbeitsplätze in Werkstätten für Menschen mit wesentlicher Behinderung. Betriebe, die - gemessen an ihrer Mitarbeiterzahl - zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen, entrichten eine Ausgleichsabgabe. Aus diesen Mitteln investierte das LWL-Inklusionsamt Arbeit im vergangenen Haushaltsjahr 202.491 Euro Euro (2017: 232.000 Euro), um Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben zu integrieren, ihren Arbeitsplatz den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzupassen oder zu erhalten.

Förderschule und Kindergarten

54 (2017: 64) Kinder mit Behinderungen aus Bottrop besuchten 2018 einen Förderschulkindergarten oder eine Förderschule des LWL. Rund 558.000 Euro (2017: 531.800 Euro) zahlte der Landschaftsverband dafür, dass 66 (2017: 68) behinderte Kinder zusammen mit Gleichaltrigen ohne Behinderung eine von 31 (2017: 30) Regel-Kindertageseinrichtungen besuchen konnten. An Entschädigungsleistungen zahlte das LWL-Amt für Soziales Entschädigungsrecht 2018 etwa 8 Millionen Euro (2017: 2 Millionen Euro). Zu den Leistungsempfängern gehörten unter anderem Kriegsopfer und Hinterbliebene.In Bottrop arbeiteten im vergangenen Haushaltsjahr 13 (2017: 13) Menschen im Dienste des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, nämlich in der Außenstelle der LWL-Klinik Marl-Sinsen, der LWL-Tagesklinik Bottrop.

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