Tiere

Bottroper vertritt Deutschland auf weltgrößter Hunde-Show

Fabrizio Pistone hat beim Junior Handling und auf Austellungen schon zahlreiche Pokale gewonnen. Stolz präsentiert er die Trophäe als Sieger im Bundeswettbewerb Junior Handling mit Nacho.

Fabrizio Pistone hat beim Junior Handling und auf Austellungen schon zahlreiche Pokale gewonnen. Stolz präsentiert er die Trophäe als Sieger im Bundeswettbewerb Junior Handling mit Nacho.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Durch seinen Sieg beim Bundeswettbewerb im Junior Handling fährt Fabrizio Pistone nun nach Birmingham. Das steckt hinter dem ungewöhnlichen Hobby

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Fabrizio Pistone hat ein Händchen für Hunde. Das zeigen die zahlreichen Pokale auf den Schränken und Regalen im Zimmer des 17-jährigen Bottropers. Er stellt Hunde auf Ausstellungen aus und nimmt außerdem an Junior-Handling-Turnieren teil. Bei diesen besonderen Veranstaltungen für Jugendliche stehen nicht die Hunde im Mittelpunkt, sondern die Halter. Ihr Umgang mit dem Tier, die Art wie sie es vorführen wird bewertet. Wie bringen sie den Hund in Position? Wie bringen sie ihn dazu, die Pfoten richtig zu stellen und den Kopf korrekt zu halten? All das fließt in die Beurteilung ein.

Beim Bundesfinale in Karlsruhe am Wochenende hat der Bottroper den ersten Platz belegt. Damit hat er sich qualifiziert für die Crafts, die weltweit größte Hunde-Show im englischen Birmingham. Im März wird der Abiturient dort die deutschen Farben vor dem Richter vertreten.

Bottroper qualifizierte sich durch Turniersieg

In Karlsruhe hat er sich gegen 20 andere Jugendliche in seiner Altersklasse durchgesetzt. Alle Teilnehmer mussten sich zuvor durch einen Sieg bei einer großen Ausstellung dafür qualifizieren. Für den jungen Bottroper begann der Wettkampf mit einem kleinen Schreck. Eigentlich wollte er mit einem weißen Schäferhund, dem Tier einer Bekannten, antreten. Das aber wurde vorher krank. Also musste Nacho einspringen, sein eigener, fünf Monate alter Lhasa-Apso-Welpe.

Das hat Fabrizio Pistone am Ende sogar ein Extralob der Preisrichterin eingebracht. Es sei mutig gewesen, zu so einer wichtigen Ausstellung mit einem Welpen anzutreten, hat sie auf dem Bewertungsbogen vermerkt. Fabrizio Pistone: „Als klar war, dass ich mit Nacho antrete, habe ich mir nur gedacht: Jetzt gilt’s, alles oder nichts.“ Und wenn man so will, am Ende wurde es tatsächlich alles.

In Birminghm muss er mit einem fremden Hund klarkommen

Vor rund zwei Jahren hat der junge Bottroper mit dem Junior Handling angefangen und hat in der Zeit schon einige Pokale gesammelt. Über seine Tante, die selbst Züchterin war, ist er an dieses doch außergewöhnliche Hobby geraten. „Ich war dann auch mal auf Messen und das Interesse ist immer größer geworden.“ Beigebracht hat sich der Oberstufenschüler dann alles selbst, durch Beobachtungen auf den Ausstellungen, durch Videostudien, „aber auch durch eigene Fehler“, wie er zugibt.

Neben dem Junior Handling nimmt Fabrizio Pistone auch an klassischen Hunde-Shows teil. Dort präsentiert er gar nicht mal immer seinen eigenen Nacho. Auch fremde Hunde führt er vor. Das wird übrigens auch in Birmingham so sein. „Dort kann man sich eine Rasse aussuchen, bekommt einen Hund und hat fünf Minuten Vorbereitungszeit.“ Dann geht es mit den internationalen Konkurrenten in den Ring. Die eigentliche Vorführung vor dem Richter dauert drei bis fünf Minuten. Was hat er sich vorgenommen für den Wettkampf? „Ich möchte meine Zeit im Ring da genießen.“

Familie unterstützt das ungewöhnliche Hobby

Auch wenn Nacho in Birmingham nicht dabei ist, durch seinen Sieg hat sich der Bottroper auch für andere große internationale Turniere qualifiziert. Im April geht es nach Madrid, im Herbst nach Slowenien. „Da ist Nacho dabei.“ Ebenfalls mit dabei ist seine Familie, die den 17-Jährigen bei dem aufwendigen Hobby unterstützt. Mutter Sylwia: „Mein Mann war schon mit bei Ausstellungen in Kroatien und jetzt fahren wir auch wieder mit.“

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