Integrationshelferin

Bottroperin ist kleiner Schülerin eine große Hilfe

Sie sind ein gutes Team: Integrationshelferin Mareike Gleissner und die Schülerin Tugsem.  

Sie sind ein gutes Team: Integrationshelferin Mareike Gleissner und die Schülerin Tugsem.  

Foto: Michael Horst / Diakonisches Werk

Bottrop.  Die Bottroperin Mareike Gleissner hat ihren Beruf im Handel gegen eine Berufung getauscht. Als Integrationshelferin betreut sie Schulkinder.

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Ihren Beruf im Einzelhandel hat Integrationshelferin Mareike Gleissner gegen eine Berufung getauscht. Als Integrationshelferin des Familienunterstützenden Dienstes der Diakonie betreut sie die achtjährige Tugsem in der dritten Klasse der Ludgerusschule. Jeden Morgen wartet sie auf ihren Schützling. Tugsem benötigt wegen körperlicher Einschränkungen Unterstützung beim Treppensteigen oder bei Toilettengängen.

In der Klasse achtet die Integrationshelferin auf die Achtjährige. Sie reagiert, wenn Tugsems Konzentration nachlässt. Sie lobt, wenn der Achtjährigen etwas gut gelingt. Sie motiviert die Schülerin, wenn die Erledigung der Aufgaben nicht klappen will. Auch in der Pause ist die Integrationshelferin für Tugsem da. Sie achtet darauf, dass Tugsem nicht wegen ihres Handicaps ausgegrenzt wird.

Gemeinsames Lernen in der Ludgerusschule

„Die Aufgaben unserer Integrationshelferinnen sind sehr vielschichtig. Sie geben Hilfestellungen bei körperlichen Einschränkungen, erledigen einfache pflegerische Tätigkeiten. Sie unterstützen aber auch im sozialen und emotionalen Bereich, indem sie bei Konflikten mit Mitschülern vermitteln. Darüber hinaus fungieren sie oft als Bindeglied zwischen der Schule und den Eltern“, erklärt Dorothee Assmann, Koordinatorin der Integrationshelfer bei der Diakonie.

Die Ludgerusschule bietet ein „Gemeinsames Lernen“-Angebot an. Es gibt besondere Lehrpläne und zeitweise eine zusätzliche Unterrichtsbegleitung durch drei Sonderpädagogen. Heike Kolpenbrock ist als Sonderpädagogin auch für Tugsem verantwortlich. Sie stellt der Schülerin Lernmaterialien zur Verfügung, die auf ihr Handicap abgestimmt sind. Im Unterricht erarbeitet sie die Inhalte mit den Schülern mit Förderbedarf - immer dabei Mareike Gleissner.

Pädagoginnen freuen sich über die gute Zusammenarbeit

„Ich bin froh, dass ich mit Frau Gleissner in den Austausch gehen kann, ob die Materialien von Tugsem gut gelöst werden können oder ob ich sie anpassen muss“, freut sich Heike Kolpenbrock über die gute Zusammenarbeit. Auch für Tugsems Klassenlehrerin Birgit Busch ist das ein Segen: „Ohne Integrationshelfer würde das mit 27 Kindern in der Klasse gar nicht funktionieren.“

Auch für Tugsems Mutter ist die Arbeit von Mareike Gleissner wichtig. Denn durch den Einsatz der Integrationshelferin kann Tugsem auf eine Regelschule gehen. Sie erkennt die großen Fortschritte, die ihre Tochter auf der Regelschule macht, auch weil sie sich an den anderen Kindern orientieren kann.

Eltern, die Integrationshilfe benötigen, können sich bei der Diakonie an Dorothee Assmann wenden.

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