Halloween

Das Grusellabyrinth bereut den Umzug nach Bottrop nicht

Ab dem 27. September eröffnet der Horrorzirkus Variodrom seine Pforten am Grusellabyrinth.

Ab dem 27. September eröffnet der Horrorzirkus Variodrom seine Pforten am Grusellabyrinth.

Foto: Grusellabyrinth NRW

Bottrop.  Nach fünf Jahren sind die Macher mit der Entwicklung sehr zufrieden. Zu Halloween eine Weltneuheit und ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten.

Eine größere Zielgruppe wollten die Betreiber des Grusellabyrinths ansprechen, das Einzugsgebiet ausdehnen auf NRW, die angrenzenden Bundesländer und vielleicht auch auf die Niederlande. Das waren mit die Gründe, warum sich Holger Schliemann und seine Mitgesellschafter entschieden haben, mit ihrem Grusellabyrinth von Kiel nach Bottrop umzuziehen. Gut fünf Jahre nachdem sie ihre Pläne vorgestellt haben, zieht Schliemann ein positives Fazit.

Auf 70.000 Besucher hofften die Eigentümer, als sie im Juni 2014 erklärten, was sie in der alten Kaue vorhaben. Inzwischen peilen sie eine sechsstellige Besucherzahl an, sagt Schliemann. „Wir haben in diesem Jahr schon jetzt ein Besucherplus von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.“ Schliemann hofft, nun sogar auf ein Plus um mehr als die Hälfte, schließlich kommen die wichtigen Halloween-Wochen erst noch. Und auch da sind schon einige Show-Zeiten ausverkauft.

Veränderungen sind außen sichtbar

Aufmerksame Beobachter sehen die Veränderung schon in der Kaue. Nach wie vor gibt es die große Hauptattraktion, dazu sind mit Schacht 13 oder dem Imaginarium Nebenattraktionen entstanden. Derzeit laufen draußen die Aufbau- und Vorbereitungsarbeiten für die beiden Halloween-Shows Variodrom, ein Horror-Zirkus-Labyrinth, und Route 666.

Außerdem wurde vor rund zwei Jahren das Observatorium, eine Veranstaltungshalle mit Gastronomie, in der Kaue eröffnet. All das laufe sehr gut. „Vor allem Hochzeiten sind bei uns gefragt“, sagt Schliemann. Entsprechend hat sich die Zahl der Mitarbeiter erhöht, von anfangs 50 auf nun rund 150, zu Halloween werden es sogar 200 sein – Teilzeitkräfte und Aushilfen eingerechnet.

Zusammenschluss im Netzwerk Fun City

Insgesamt sei der Umzug nach Bottrop der richtige Schritt gewesen, sagt der Grusellabyrinth-Gesellschafter – auch mit Blick auf die Vernetzungsmöglichkeiten mit den anderen Freizeiteinrichtungen der Stadt. Im Netzwerk Fun City haben sie sich zusammen getan, treten gemeinsam auf und werben für sich und die Stadt. Gleich zu Anfang habe er sich in den historischen Bau verliebt. „Und die Erwartung, dass den auch die Besucher lieben werden, bekomme ich von den Gästen bestätigt.“ Und so denkt Schliemann vorsichtig über eine Erweiterung nach – wenn sich die Gelegenheit ergibt.

Vermieter Oliver Helmke hört es gern und freut sich über die Entwicklung. Denn: „Wir hatten verschiedene Anfragen und Interessenten für die Kaue, ich war aber von Anfang an der Meinung, dass die Nutzung als Grusellabyrinth am besten passt, zumal das für Bottrop ein wichtiger Image-Faktor ist.“

Jeder Gast erhält beim Eintritt ins Variodrom eine Spektralbrille

Rund um die Kaue wirft das anstehende Halloween-Ereignis seine Schatten voraus. Es wird gehämmert und gebohrt, am auffälligsten ist jedoch das große Zirkuszelt hinter dem Zechenbau. Hier dürfen sich die Besucher dann ab dem 27. September so richtig gruseln. Und Schliemann und seine Mitstreiter versprechen eine Weltpremiere.

Jeder Gast bekommt vor Eintritt in das Variodrom eine Spektralbrille. Die spaltet das Licht in seine Bestandteile auf. Wer hindurchschaut, sieht quasi einen tanzenden Regenbogen. Wie sich das in einer leuchtend-glitzernden Zirkusumgebung anfühlt, kann sich jeder wohl ungefähr vorstellen. Außerdem gibt es für die Gäste ein Wiedersehen mit Clown Monty, der schon in der ersten Show des Grusellabyrinths seinen großen Auftritt hatte. „Viele Besucher haben uns angesprochen und seine Rückkehr gewünscht“, sagt Holger Schliemann.

Besucher können sich in der zweite Halloween-Attraktion fotografieren

Er und seine Mitstreiter genießen es, sich neue Attraktionen gerade für Halloween auszudenken. „Das schöne ist ja, dass man sich dann keine Grenzen zu setzen braucht und die fiesesten Ideen umsetzen kann.“ Kein Wunder, dass fürs Variodrom eine Altersempfehlung von 16 Jahren gilt.

Ebenfalls neu und ab dem 27. September geöffnet ist die „Route 666“. Hier können die Besucher in die Kulissen eintauchen und sich dort ablichten. So können sie dann etwa als Mordopfer – oder Täter – posieren oder werden zum Grusel-Gemälde. Schliemann: „Wir glauben, dass es gut ankommt, weil wir sehen, wie gern sich die Besucher hier bei uns fotografieren, etwa mit unseren Walking-Acts, den Monstern und Kobolden.“

Sämtliche Halloween-Attraktionen sind ab Freitag, 27. September geöffnet, dazu natürlich die üblichen Shows. Die Verantwortliche raten, sich Karten im Vorfeld im Internet zu bestellen. www.grusellabyrinth.de.

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