Fahrende Ausstellung

Die Vestische bewegt Kunst auf der ganzen Linie 259

Die Fahrende Ausstellung „Auf ganzer Linie“ wurde auf dem Eigener Markt an dem Bus der Linie 259 enthüllt.

Die Fahrende Ausstellung „Auf ganzer Linie“ wurde auf dem Eigener Markt an dem Bus der Linie 259 enthüllt.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.   Jugendliche aus Bottrop und Gladbeck haben die Haltestellen der Linie 259 zwischen den Städten umgestaltet. Jetzt wurde das Ergebnis vorgestellt.

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Ein großes rotes Tuch verhüllte seitlich den Bus der Linie 259 am Samstag auf dem Eigener Markt, bevor die Kulturdezernenten aus Gladbeck und Bottrop die fahrende Ausstellung „Auf ganzer Linie“ enthüllten.

Die Kunstschulen beider Gemeinden hatten im letzten Jahr den Plan, etwas Gemeinsames zum Jubiläum beizutragen. Beim ersten Gedankenaustausch tauchte die Frage auf: „Was verbindet die beiden Städte? berichtete die Leiterin der Kulturwerkstatt Delia Luscher. Aus der nicht ernst gemeinten Antwort: „Die Linie 259“. entstand die Idee, die Bushaltestellen umzugestalten.

In zwei Fotografikprojekten in den Herbst- und Osterferien haben Jugendliche aus beiden Städten zusammengearbeitet und eine spannende, lustige und bunte Fotoreihe geschaffen.

Jeder der 24 Haltestellen hat jetzt ihr eigenes Bild

Alle 24 Haltestellen der Linie 259 zwischen Bottrop und Gladbeck wurden inszeniert oder umgestaltet. Jetzt hat jede Haltestelle „ihr“ Bild. geklebt oder montiert. Nach der Enthüllung der bunten Busseite mit Haltestellenmotiven durch die Kulturdezernenten der beiden Städte – Linda Wagner aus Gladbeck und Willi Loeven aus Bottrop – konnten alle Bilder auch als Ausstellung im Bus bewundert werden.

Die 15 Jugendlichen aus beiden Städten haben erfolgreich versucht, die Namen oder Orte der Haltestellen einzubeziehen oder zu verfremden. An der Haltestelle „Am Stadtbad“ etwa ist ein wartender Mann mit Schnorchel, Badehose und Wasserspielzeug zu sehen. „Prosper III“ zeigt an der Haltestelle sitzende RAG-Mitarbeiter vertieft in die WAZ-Lokalausgaben Gladbeck und Bottrop. An der „Boyer Brücke“ entstand ein Wohnzimmer mit altem „Augen“-Radio, Kissen und nostalgischer Stehlampe. Die „Hornstraße“ verfremdet ein Schwimmring mit Ein“horn“.

Jugendliche wurden in die Planungen mit einbezogen

Die 15 jugendlichen Künstler, die das Projekt gestaltet haben, waren mit ihrer Arbeit zufrieden. Emily und Amelie aus Bottrop fanden es sehr angenehm, in kleinen Gruppen zu arbeiten: „Wir wurden in die Planungen mit einbezogen, konnten unsere Ideen einbringen und kreativ werden.“

Lara und Pia aus Gladbeck haben vier Haltestellen mitgestaltet und fotografiert. „Es war einfach cool“, kommentierten sie. Fotograf Thomas Köller hat das Projekt begleitet: „Besonders Spaß gemacht haben die lustigen Erfahrungen mit den Reaktionen der Menschen an den Haltestellen.“

Die Vestische unterstützte das Projekt gern. Pressesprecher Christoph van Bürk war begeistert. Normalerweise beschäftigten Vandalismus oder Hetzparolen an Haltestellen das Unternehmen. „Jetzt verschönern junge Menschen die Haltestellen. Wir geben der Kunst einen Raum und bewegen die Kunst durch den Raum“, freute sich der Pressesprecher.

Dezernent Willi Loeven lobte bei der Vorstellung des Projektes das freundschaftliche Verhältnis der Städte Bottrop und Gladbeck seit der „besten Scheidung, die uns je gelungen ist“.

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