Bottrop erweitert sein Museum

Erster Spatenstich für Bottroper Museumsanbau

Der offizielle erste Spatenstich für den Erweiterungsbau des Museums Quadrat in Bottrop. OB Bernd Tischler (5.v.l.), Architektin Annette Gigon (3.v.l.) und Museumsdirektor Heinz Liesbrock (2.v.r.) mit Vertretern der fördernden Stiftungen und aus Politik und Verwaltung.

Der offizielle erste Spatenstich für den Erweiterungsbau des Museums Quadrat in Bottrop. OB Bernd Tischler (5.v.l.), Architektin Annette Gigon (3.v.l.) und Museumsdirektor Heinz Liesbrock (2.v.r.) mit Vertretern der fördernden Stiftungen und aus Politik und Verwaltung.

Foto: Thomas Gödde

Bottrop.  Mit dem ersten Spatenstich beginnt nun die Bautätigkeit für die Erweiterung des Josef Albers Museums Quadrat. Baukosten: zehn Millionen Euro.

Mit dem jetzt erfolgten ersten Spatenstich durch Oberbürgermeister Bernd Tischler im historischen Stadtgarten beginnt nun offiziell die Bautätigkeit für die Erweiterung des Josef-Albers-Museums Quadrat.

Zu dem Festakt im Museum waren Vertreter aller politischer Parteien, Wirtschaft und Verwaltung - und nicht zuletzt der privaten und öffentlichen Geldgeber für dieses auf zehn Millionen Euro veranschlagte Bauprojekt erschienen. Aus Zürich war Annette Gigon vom Architektenbüro Gigon/Guyer angereist, das Anfang 2017 den Wettbewerb für den Bau gewonnen hatte.

Kein Bilbao-Effekt für Bottrop

„Wir wollten keinen Bilbao-Effekt für Bottrop, keine architektonische Riesen-Skulptur mit bunter oder glitzernder Fassade“, so Gigon in Anspielung auf den spektakulären Museumsneubau von Frank O. Gehry in der spanischen Stadt. Die verschiedenen Baugruppen und -etappen, von der alten Villa, dem Ausgangspunkt des heutigen Museumskomplexes bis zu den Küppersbauten der 70er und 80er Jahre, sollen weiter sichtbar sein. Vor allem aber soll sich die Erweiterung - nicht als Quadrat sondern als Rechteck - harmonisch in den Bestand und vor allem in den wunderschönen, denkmalgeschützten Park einfügen.

Die Erweiterung des Museums sei bedeutend für Bottrop, aber auch die Region und vor allem die Kunstwelt, so Oberbürgermeister Bernd Tischler. Vor allem aber sei der Bau auch die bedeutendste Investition in das Kulturleben der Stadt seit Jahrzehnten. Ohne den politischen wie gesellschaftlichen Rückhalt und vor allem die großherzigen finanziellen Zusagen wäre diese Erweiterung des für Bottrop und die Kunstwelt bedeutenden Hauses nicht möglich gewesen – und so sei dieser Akt des ersten Spatenstichs für ihn eine wirklich große Freude, so Tischler.

Nicht nur die Baukosten werden mit 5,5 Millionen Euro durch private Unternehmen und Stiftungen und vier Millionen Euro vom Bund, dem Land NRW und dem Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL) übernommen.

Folgekosten werden aufgefangen

Auch die steigenden Folgekosten werden durch Unternehmen der Region für die nächsten Jahre aufgefangen. So wird im Jahr, in dem die letzte Zeche schließt, deutlich: Bottrop ist mehr als nur Stadt der Kohle.

An diese Vergangenheit erinnere auch ein Satz von Josef Albers, den Museumsdirektor Heinz Liesbrock zitiert: „Sogar meine Spucke war schwarz!“ – soll der gebürtige Bottroper noch in seiner späteren Wahlheimat Amerika gesagt haben. Für Liesbrock, der einer der wesentlichen Initiatoren und Ideengeber für die Erweiterung des Hauses ist, steht beim ersten Spatenstich fest: „Dieses Museum verbindet Bottrop mit der Region und der Welt durch die Kunst.“

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