Neugeborene

Fehlbildungen wie in Gelsenkirchen gab es in Bottrop nicht

Dr. Hans-Christian Kolberg, Chefarzt der Frauenklinik am Marienhospital (hier mit  Assistenzärztin Lala Ibrahim), sieht hinsichtlich der in Gelsenkirchen bekannt gewordenen Fälle von Handfehlbildungen in Bottrop keinen Grund zur Besorgnis.

Dr. Hans-Christian Kolberg, Chefarzt der Frauenklinik am Marienhospital (hier mit Assistenzärztin Lala Ibrahim), sieht hinsichtlich der in Gelsenkirchen bekannt gewordenen Fälle von Handfehlbildungen in Bottrop keinen Grund zur Besorgnis.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Die Handfehlbildungen bei Neugeborenen in Gelsenkirchen haben Analysen am Marienhospital in Bottrop ausgelöst. Ergebnis: Nicht vergleichbar.

Im Marienhospital hat es in den Jahren 2017 und 2019 jeweils zwei Fälle von Handfehlbildungen gegeben. Das bestätigte Dr. Hans-Christian Kolberg, Chefarzt der Frauenklinik, auf Nachfrage dieser Zeitung. Allerdings kamen die Babys nicht wie in den aktuellen Fällen im Sankt Marien-Hospital in Gelsenkirchen-Buer ohne Hände zur Welt, sondern mit sechs Fingern. Der Fachmann spricht hier von einer Hexadaktylie, die aber bei der Geburt äußerst selten vorkomme.

Drei Fälle von sechs Fingern an der Hand

Über die Situation in Bottrop möchteKolberg klarstellen. „Es gibt keinen Grund zur Besorgnis, und es ist kein Muster zu erkennen.“ Dazu nennt der Chefarzt der Frauenklinik einige Zahlen. So habe es im Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis zum 31. August 2019 rund 3400 Geburten gegeben. Davon erblickten das Licht der Welt eben jene vier Kinder mit sechs Fingern an der Hand. Eine erste umfangreiche Analyse habe gezeigt, dass es zwischen 2011 bis Ende 2016 gar keine Handfehlbildungen am Marienhospital gegeben hat.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben