Fahndungserfolg

Fußgängerin angefahren – Polizei fasst flüchtigen Autofahrer

Die Polizei sucht Zeugen für einen Unfall, der sich am Dienstagabend in Bottrop ereignet hat.

Die Polizei sucht Zeugen für einen Unfall, der sich am Dienstagabend in Bottrop ereignet hat.

Foto: Patrick Seeger / picture alliance / dpa

Bottrop.  Beim Rechtsabbiegen hat ein Autofahrer in Bottrop eine Fußgängerin angefahren und fuhr einfach weiter. Nun hat die Polizei ihn ermittelt.

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Eine Fußgängerin (65) ist bei einem Verkehrsunfall am Dienstagabend an der Kreuzung Kapitän-Lehmann- / Essener Straße schwer verletzt worden. Der Unfallfahrer kümmerte sich nicht um sie und fuhr einfach weiter. Am Mittwochmorgen teilte die Polizei mit, dass der Unfallfahrer ermittelt werden konnte. Es handelt sich bei ihm um einen 19-jährigen Bottroper. Die Ermittler stellten sein Auto und seinen Führerschein sicher.

Zeugen hatten sich das Kennzeichen gemerkt, so war der schnelle Fahndungserfolg der Polizei möglich, erläutert Polizeisprecher Andreas Lesch. Letztlich gab es mehrere Zeugen, aber auch zwei Varianten des Kennzeichens, die Beamten prüften deshalb beide in Frage kommenden Autos. An einem Wagen, einem schwarzen Renault, fanden die Ermittler dann entsprechende Unfallspuren, so dass schnell klar war, welches Auto in den Unfall verwickelt war.

Fahrer bremst nach Unfall kurz ab, fährt dann aber weiter

So kam es laut Polizei zu dem Unfall: Der Fahrer war gegen 18.50 Uhr mit einem schwarzen Pkw auf der Kapitän-Lehmann-Straße in Richtung Peterstraße/Essener Straße unterwegs. An der Einmündung zur Essener Straße bog er nach rechts in diese ab. Hierbei stieß er mit der Bottroperin zusammen, die die Straße an dem dortigen Fußgängerüberweg überqueren wollte.

Der Autofahrer bremste sein Fahrzeug nach dem Zusammenstoß zwar leicht ab, fuhr dann aber weiter, ohne sich um die verletzte Frau zu kümmern. Die 65-Jährige kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Polizei ist bei Unfallfluchten auf Zeugenaussagen angewiesen

Grundsätzlich, so Andreas Lesch, sei die Polizei bei der Aufklärung von Unfallfluchten auf Zeugenaussagen angewiesen. Das gilt für solche schweren Fälle wie am Dienstagabend genauso wie für den Parkrempler. „Deshalb veröffentlichen wir alle diese Fälle auch“, so der Pressesprecher. Und wird eine Fahrerflucht angezeigt, würden auch immer Spuren gesichert. „Das sind in der Regel Lackpartikel und der Lack lässt sich dann genau einem Hersteller zuordnen.“ Trotzdem brauche es Zeugen, denn selbst wenn der Lack auf einen Hersteller zurückzuführen ist, könne die Polizei ja nicht alle Wagen diese Fabrikats überprüfen.

Bei Unfallfluchten, bei denen Menschen verletzt werden, prüfen die Fahnder mögliche beteiligte Fahrzeuge auf Faserspuren. Diese kleinen Rückstände der Kleidung des Unfallopfers setzen sich am Auto fest. „Bei glatt polierten Lacken ist das schwierig, sobald ein Auto aber etwas schmutzig ist, haften solche Fasern“, sagt Andreas Lesch.

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