Dorffeste

Nach Street-Food-Festival: Klagen über Müllberg

Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder hat sich darüber geärgert, dass es beim „Street Food Festival“ nur Plastikbecher gab.

Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder hat sich darüber geärgert, dass es beim „Street Food Festival“ nur Plastikbecher gab.

Foto: ichael Korte / FUNKE Foto Services

Kirchhellen.  Jede Menge Müll blieb vom Street Food Festival übrig, vor allem Plastikbecher. Geht nicht bei Klimanotstand, sagt Bezirksbürgermeister Schnieder.

Bürgermeister Ludger Schnieder (CDU)hat nach dem Street Food Festival am Wochenende im Bottroper Rathaus Alarm geschlagen. Es könne doch nicht sein, dass die Stadt den Klimanotstand für Bottrop ausruft - und dann zuschaut, wie ausschließlich Getränke in Einweg-Plastikbechern verkauft werden. Andere Veranstalter im Dorf sind da sehr viel weiter.

Das Straßenverkehrsamt habe bei der Genehmigung des Street Food Festivals die Verwendung von umweltfreundlichen Material hingewiesen. Das ist zu wenig, findet Schnieder: „Ein Hinweis oder eine Bitte reicht mit Blick auf den festgestellten Klimanotstand nicht.“ Er findet, dass „bei zukünftigen Veranstaltungen Kirchhellen, die Umweltbehörde am Genehmigungsverfahren beteiligt werden muss“.

Stadt prüft die Rechtslage

Das wird wohl nichts daran ändern, dass das Rechtsamt der Auffassung ist, die Stadt könne Einweg bei Veranstaltungen verbieten, sagt Stadt-Sprecher Ulrich Schulze. Er kündigt aber an, dass die Stadt nach Schnieders Einspruch die Rechtslage erneut prüfen werde.

Alex Schwers hat nicht gewartet auf ein Einweg-Verbot. Ihm waren die Müllberge bei seinem „Ruhrpott Rodeo“ am Flugplatz Schwarze Heide schon länger ein Dorn im Auge. Deshalb hat er diesen Sommer recyclingfähige Becher und ein Sammelsystem getestet. „Das hat zu 80 Prozent funktioniert“, sagt Schwers. Allerdings haben viele Festivalbesucher zu vorgerückter Stunde auch anderen Müll in die 30 Sammeltonnen geworfen. Schwers will die Tonnen nächstes Jahr besser beschriften und die Recyclingquote erhöhen: „Im Infield vor den Bühnen wollen wir nur noch Recyclingmaterial verwenden.“

Verzicht auf Einweg beim Dorffest

Und beim Dorffest? Wir haben an unserem Getränkestand ein Glas-Mehrwegsystem“, sagt Kückelmann. „Und wir halten jeden Aussteller an, auf Einweg zu verzichten.“ Wenn die Stadt Einweg nicht verbieten könne, könnten Veranstalter das in den Verträgen mit den Ausstellern regeln.

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