Stadtentwicklung

Feuerwehrstandort: CDU und Stadt weisen SPD-Vorwürfe zurück

Das Gerätehaus der Ortswehr an der Schulstraße.

Das Gerätehaus der Ortswehr an der Schulstraße.

Foto: Kai Süselbeck

Kirchhellen.  Die von der SPD geforderte öffentliche Diskussion um den künftigen Standort der Feuer- und Rettungswache schadet der Feuerwehr, mahnt die CDU.

Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder (CDU) und Kirchhellens CDU-Chef Rainer Hürter kritisieren die SPD für ihre Forderung nach einer öffentlichen Debatte um den zukünftigen Standort der Feuer- und Rettungswache. „Mit dieser Diskussion gefährden und verzögern wir die Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhellen“, sagt der Bezirksbürgermeister. Die Stadt wiederum weist den Vorwurf der SPD zurück, es habe eine Vorentscheidung gegen den Standort Schulstraße gegeben.

Die SPD Kirchhellen hatte beklagt, dass die Verwaltung durch Verhandlungen über Alternativstandorte Weichen stelle gegen einen Um- und Ausbau der Gebäude an der Schulstraße. Für die SPD sei das weiterhin der ideale Standort: „Die Feuerwehr gehört in die Ortsmitte“, sagt SPD-Ratsherr Oliver Altenhoff. Die Verwaltung prüft derzeit nach eigenen Angaben drei mögliche andere Standorte.

Neubau stand 1961 am Ortsrand

„Die Feuerwehr gehört nicht in die Ortsmitte, sondern an eine Straße, von der aus sie alle Ortsteile schnell erreichen kann“, hält Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder gegen die SPD-Kritik. „Als das Feuerwehr-Gerätehaus 1961 eingeweiht wurde, gab es zwar schon die Schule nebenan, Aber beide Gebäude lagen damals am Ortsrand.“ Alle Parteien seien sich einig darüber, dass die Feuerwache dringendst erneuert werden müsse. Man könne beklagen, dass die Suche nach der besten Lösung nicht schneller vorankomme. Dennoch sehen die CDU die Verwaltung auf einem guten Weg: „Wir hätten nicht still gehalten, wenn wir nicht das Gefühl hätten, es ginge in die richtige Richtung.“

Umbau „ungeheuer kompliziert“

Kirchhellens CDU-Chef Rainer Hürter weist darauf hin, dass ein Umbau der Gebäude an der Schulstraße „im laufenden Betrieb ungeheuer kompliziert“ sei. Über die Planungen für Feuerwache und Gerätehaus habe es „eine Fülle von Gesprächen“ gegeben. In die sei dei SPD eingebunden gewesen, zum Beispiel in Person von Klaus Strehl, dem Vorsitzenden des Planungsausschusses.

Anders als SPD-Bezirksfraktionschef Willi Stratmann sieht Hürter für den Fall eines Neubaus der Feuerwache an anderer Stelle sehr wohl Bedarf für eine Erweiterung des benachbarten Schulzentrums: „Der Schulhof ist an der Untergrenze der zulässigen Größe. Und so lange die Sekundarschule noch Kirchhellener Schüler abweisen muss, müssen wir eine Erweiterung mindestens im Auge behalten.“

„Ausreichend Zeit zur Beratung und Entscheidung“

Die Stadtverwaltung weist die Kritik der SPD Kirchhellen an angeblichen Vorgaben der Verwaltung zurück. Es gebe keine verwaltungsseitige Entscheidung gegen den bisherigen Standort in der Dorfmitte, wird ausdrücklich betont. Es gehöre vielmehr zur Vorbereitung einer geordneten politischen Beratung, beispielsweise die finanziellen Auswirkungen einer Sanierung am bisherigen Standort mit Kosten an eventuellen neuen Orten zu vergleichen. Sobald diese Fakten vorlägen, werde „selbstverständlich ausreichend Zeit und Gelegenheit zur Beratung und abschließenden politischen Entscheidung sein“.

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