Firmenjubiläum

Familienbetrieb Elektro Lüer feiert 50-jähriges Bestehen

Lisa Piromalli (3.v.l.), Marina Lüer (2.v.r.) und Marco Piromalli (4 v.l.) feiern mit den Mitarbeitern das Firmenjubiläum.

Lisa Piromalli (3.v.l.), Marina Lüer (2.v.r.) und Marco Piromalli (4 v.l.) feiern mit den Mitarbeitern das Firmenjubiläum.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Kirchhellen.  1969 gründet ihr Vater den Elektrobetrieb Waldemar Lüer. 1985 war Marina Lüer eine der ersten Frauen in NRW, die ihre Meisterprüfung machten.

Inhaber und Mitarbeiter des Familienbetriebes Waldemar Lüer Elektroinstallation haben am Freitag gemeinsam das 50-jährige Bestehen des Unternehmens gefeiert. Das Datum war bewusst gewählt: Der Firmengründer wäre am Sonntag 90 Jahre alt geworden.

Waldemar Lüer hat auf der Zeche Hugo in Buer noch die Neugründung der Ruhrkohle AG miterlebt. Nach einem Arbeitsunfall hat er ein Jahr später seinen Meister und dann sich selbstständig gemacht. „Mit einem Azubi und einem Helfer hat er angefangen“, erinnert sich seine Tochter und heutige Firmenchefin Marina Lüer. Das junge Unternehmen profitierte vom Bauboom der frühen 70er Jahre, zum Beispiel vom Bau der Hochhäuser in Gladbeck-Rentfort.

Seit 1972 in der Firma

Da war Tochter Marina schon dabei: „1972 habe ich einen Schreibmaschinenkurs gemacht und neben der Schule im Betrieb geholfen.“ Und auch das Handwerk des Berufes, der heute „Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik“ heißt, hat sie von der Pike auf gelernt: Ab 1974 Ausbildung, 1978 Fachabi für Elektrotechnik, Gesellenjahre, 1985 Meisterprüfung als eine der ersten Frauen in NRW in diesem Handwerksberuf.

1991 hat sie die Feldhausener Firma von ihrem Vater übernommen. Im Rückblick ist ihr eine Zahl besonders wichtig: Mehr als 100 Auszubildende haben das Unternehmen erfolgreich durchlaufen. Viele davon hat sie selbst geködert durch Praktikumsplätze, die sie Schulen und sozialen Trägern wie Gafög oder Diakonie angeboten hat.

Kunde ist auch der Movie Park

Zu ihren Kunden zählen der Movie Park („Wir haben an jeder Achterbahn schon Hand angelegt“), die Diakonie und die Oberhausener Wohnungsgenossenschaft GE-WO.

Zufriedene Kunden, erfolgreiche Ausbildung - was ist der Firmenchefin noch wichtig? „Die Zukunft des Elektrohandwerks liegt uns am Herzen.“ Deshalb engagiert sie sich als Vorsitzende des Gladbecker Gesellenprüfungsausschusses und im Innungsvorstand.

Und auch ihre Familie trägt ihren Teil zur Zukunft des Handwerks und des Familienunternehmens bei. Die dritte Generation ist schon an Bord: Sohn Marco als Elektroniker, Tochter Lisa schmeißt das Büro.

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