Benefizturnier

Golfer lochen fürs Kinderdorf Bottrop in Gambia

Das Golfturnier um den Gambia-Cup im Golfclub Schwarze Heide wird versüßt von der Bäckerei Kläsener aus Kirchhellen: Fahrer Jochen Walloschek liefert Butterkuchen und Kirschstreusel an.

Das Golfturnier um den Gambia-Cup im Golfclub Schwarze Heide wird versüßt von der Bäckerei Kläsener aus Kirchhellen: Fahrer Jochen Walloschek liefert Butterkuchen und Kirschstreusel an.

Foto: Wolfgang Gerrits / FUNKE Foto Services

Kirchhellen.  Die Kinder des Kinderdorfs Bottrop in Gambia sind die Gewinner des Gambia-Cups im Golfclub Schwarze Heide. Fast 5000 Euro wurden erspielt.

Zur Siegerehrung des Gambia-Cups begrüßt Hartwig Keidel, Präsident des Golfclubs Schwarze Heide, Clubmitglieder und die Gäste, darunter Klaus Strehl, Bottroper Bürgermeister, sowie Wolfgang und Waltraud Gerrits, Vorstandsmitglieder des Vereins „Partner für Afrika“.Die Bilanz des heutigen Tages: 4750 Euro sind erspielt worden. „Und ich bin mir sicher, wir werden heute am Ende wieder eine runde Summe erreichen,“ verspricht Dr. Keitel und überrascht die Mitglieder mit der Versteigerung von zwei Tickets für das diesjährige Green Eagle Golf Turnier in Hamburg. Schon rückt das Ziel von 5000 Euro näher.

Seit Bestehen des GC Schwarze Heide findet jährlich der Gambia Cup statt. Und die Resonanz überzeugt bis heute. Mehr als 75 Golfer sind dieses Mal der Einladung gefolgt. „Schon um 8.30 heute Morgen waren die ersten am Start“, erklärt Jörn Großblotekamp, Vizepräsident und als Spielführer für das Turnier zuständig. „und gegen eins gingen die Letzten auf die Runde.“

Spenden sichern Stromversorgung

Bevor die Preise an die besten Spieler des Tages gehen, tritt Wolfgang Gerrits, der 1985 das Projekt „Kinderdorf Bottrop in Gambia“ ins Leben rief, ans Mikro. Er bedankt sich bei allen Teilnehmern des Turniers und betont die Bedeutung, die der Gambia Cup für die Arbeit des Vereins „Partner für Afrika“ hat. Mit den Startgeldern und den Geldspenden, die viele Clubmitglieder jeweils am Turniertag einsetzen, konnte z.B. in der Vergangenheit eine Solaranlage gekauft werden. Klingt nach Luxus? Ganz und gar nicht! „Die öffentliche Energieversorgung in Gambia ist instabil. Mehrmals am Tag fällt der Strom aus. Dann stürzen in der Verwaltung die PCs ab und die Küche bleibt kalt“, schildert Gerrits die Situation. „Hier konnten wir mit Ihrer Unterstützung Abhilfe schaffen.“

Nächstes Ziel: Erste-Hilfe-Station

Und wofür werden die diesjährigen Einnahmen genutzt? Eine-Erste-Hilfe-Station soll errichtet werden. „Wenn 350 Kinder sich auf dem Gelände tummeln, geht es nicht ohne Blessuren ab, und manchmal ist es nur mit einem Pflaster nicht getan“, sagt Gerrits. Und weil „nach dem Spiel vor dem Spiel“ ist, zeigt er dann noch schnell die Pläne für die nahe Zukunft auf: Ein Schulbus soll angeschafft werden, damit auch Kinder aus entfernteren Gegenden das Kinderdorf erreichen können. „Bisher legen alle den Weg zu Fuß zurück. Das können gerne mal bis zu acht Kilometer sein.“

285 Paten tragen das Projekt

Basis der Vereinsarbeit sind seit jeher die Patenschaften, die das Projekt tragen. 285 sind das zurzeit. Paten, Vereinsmitglieder und Vorstand sind ehrenamtlich tätig. So kommt jeder Cent dort an, wo er gebraucht wird! Z.B. zur Finanzierung der warmen Mahlzeit, die die kleinen Gäste täglich im Kinderdorf erhalten.Einmal im Jahr bietet der Verein eine Patenreise an, damit die engagierten Mitglieder sich vor Ort über die Projektfortschritte informieren können.„An einer solchen Reise habe ich auch teilgenommen“, berichtet Klaus Strehl, der sich zum Abschluss persönlich an die Turnierteilnehmer richtet. „1988 war das.“ Und er zeigt sich beeindruckt, was bis heute alles im Kinderdorf erreicht wurde. „Der Cup ist eine echte Win-Win-Situation“, stellt er fest. Die Golfspieler haben Freude an einem attraktiven Turnier mit außergewöhnlichen Kategorien u.a. dem Nearest-to-the-Pin Wettbewerb und die Kinder freuen sich, dass ihr Dorf weiter wächst.

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