Wolfsgebiet Schermbeck

Schafsrisse in Kirchhellen: Es war Gloria, sagt das Labor

Wölfin Gloria in der Kichheller Heide, von einem Hochsitz aus aufgenommen.

Wölfin Gloria in der Kichheller Heide, von einem Hochsitz aus aufgenommen.

Foto: RVR, Johannes Gerst

Kirchhellen/Hünxe.  Erneut hat es in der Nacht in Hünxe einen Schafsriss gegeben. Nach den Rissen am Kletterpoth hat ein Labor die DNA der Wölfin gefunden.

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Die Schermbecker Wölfin Gloria hat die beiden Schafe am Kletterpoth gerissen, die am Morgen des 21. September entdeckt worden waren. Das haben DNA-Analysen ergeben. Das Landesumweltamt meldet einen „eindeutigen Nachweis“.

Bereits Mitte Oktober hatte das Umweltamt bestätigt, dass ein Wolf die Schafe gerissen hatte. Das hat im Dorf ebenso wenig überrascht wie jetzt der DNA-Beweis: Es war Gloria.

In der Nacht ist in Hünxe hinter dem Flugplatz Schwarze Heide auf einer Wiese nahe des Reiterhofes Reßing erneut ein Schaf gerissen worden. Nach Angaben des Schäfers sind Tiere aus seinen Herden zum sechsten Mal angegriffen worden, obwohl der Stromzaun nach der Vorgabe des Umweltministeriums auf 120 Zentimeter erhöht worden war.

Am 23. Juni waren auf seiner Weide am Hohen Wartweg in Hünxe fünf Schwarzkopf-Schafe getötet und sechs weitere verletzt worden. Das vom Land beauftragte DNA-Labor hat nach diesem Angriff ebenfalls eindeutige Hinweise auf die Schermbecker Wölfin Gloria gefunden wie nach einem weiteren Schafsriss drei Tage später in Hünxe. Dabei starben zwei Schafe, drei wurden verletzt.

Insgesamt zählt das Landesumweltamt seit Mitte Juni 23 getötete Schafe, die die Schermbecker Wölfin in Kirchhellen und Hünxe gerissen hat. Für die Schafsrisse am 11. Oktober am Schleitkamp liegen noch keine Ergebnisse der DNA-Analysen vor.

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