Covid-19

Linke und DKP fordern Coronatest in Kitas und Schulen

Die Linke fordert regelmäßige Coronatest in den Bottroper Bildungseinrichtungen.

Die Linke fordert regelmäßige Coronatest in den Bottroper Bildungseinrichtungen.

Foto: Rainer Raffalski / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Als Reaktion auf die Corona-Fälle in einer Bottroper Kita fordern Linke und DKP wöchentliche Tests. Der Rat hatte das zuvor abgelehnt.

Die Linke erneuert ihre Forderung nach kostenlosen Corona-Tests für Kinder und Beschäftigte in Bildungseinrichtungen wie etwa Kitas und Schulen. Dem schließt sich die DKP – auch mit Blick auf einen möglichen Regelbetrieb in den Schulen nach den Ferien an. Einmal in der Woche sollten sie auf das Virus getestet werden, so Linken-Ratsherr Niels-Holger Schmidt. Die Partei reagiert damit auf die neuen Corona-Fälle in der Stadt. Betroffen ist unter anderem auch die Kita.

Schmidt: „Nun ist eingetreten, wovor wir noch in der jüngsten Ratssitzung gewarnt haben: Das potenziell tödliche Corona-Virus hat sich in einer Bottroper Kita verbreitet.“ Zuletzt hatte der Rat einen entsprechenden Antrag der Linken, die Beschäftigten regelmäßig testen zu lassen, mit großer Mehrheit abgelehnt

Regelmäßige Test sollen mögliche Infektionen frühzeitig aufspüren

Dass nun wieder Fälle in Bottrop und auch in einer Kita auftauchen, sei aus Sicht der Partei nicht überraschend. „In fast allen Nachbarstädten gab es ähnliche Fälle. Nicht zuletzt deshalb haben wir zur Ratssitzung Ende Juni beantragt, allen Beschäftigten und Kindern in Bildungseinrichtungen wöchentliche kostenfreie Corona-Tests anzubieten“, sagt Schmidt. Das sei der einzige Weg, um mit einigermaßen großer Wahrscheinlichkeit die Verbreitung des Virus in Kitas und Schulen zu unterbinden.

Wissenschaftler mahnen, dass Testergebnisse immer nur eine Momentaufnahme seien. Auch nach einem negativen Test könne man sich mit Corona infizieren. Deshalb, so Schmidt gegenüber der Lokalredaktion, sei es auch wichtig regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich zu proben, um mögliche Infektionen frühzeitig aufzuspüren.

Linke wirft Bottrops Stadtspitze und der Ratsmehrheit eine „Fahrlässige Linie“ vor

Die Linke wirft OB Bernd Tischler, Schuldezernent Paul Ketzer und den Mehrheitsparteien vor, diesen Vorschlag „mit großer Arroganz“ zurückgewiesen zu haben. Nun zeige sich: „Mit ihrer fahrlässigen Linie des ‚Augen zu und durch‘ liegen sie falsch.“ Sie gefährdeten die Gesundheit von Beschäftigten, Kindern und deren Familien in Bottrops Schulen und Kitas. Nachvollziehbar herrsche deshalb unter vielen Beschäftigten von Bildungseinrichtungen Angst.

Die Schließung der Kita„Wichtelstube“ zeigt, dass in Kitas, Pflegeeinrichtungen, der OGS und Schulen jederzeit neue Corona-Ausbrüche zu befürchten sind. „Solange die Krankenkassen, der Bund oder das Land die Kosten für Corona-Tests auch ohne konkrete Verdachtsfälle nicht finanzieren, muss die Stadt Bottrop dafür die Kosten übernehmen“, fordert DKP-Ratsherr Michael Gerber. Die Schließung der Bottroper Kita zeige jedenfalls, dass in Kitas, Pflegeeinrichtungen, der OGS und Schulen jederzeit neue Corona-Ausbrüche zu befürchten seien.

Linke sieht den Oberbürgermeister in der Verantwortung

Linken- Ratsherr Schmidt warnt: Falls Oberbürgermeister Tischler und die Verantwortlichen in der Stadtspitze die regelmäßigen Test weiterhin verweigern sei klar: „Sie tragen persönlich die Verantwortung für weitere Ausbrüche und die folgenden Schäden an Leib und Leben von Betroffenen. Wir werden nicht zögern, dies offen auszusprechen.“

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