Sozialausgaben

LWL gibt zuletzt 59,9 Millionen Euro für Bottrop

Die Tagesklinik für Jugendpsychatrie am Marienhospital ist eine Außenstelle an der LWL-Klinik Marl-Sinsen.

Die Tagesklinik für Jugendpsychatrie am Marienhospital ist eine Außenstelle an der LWL-Klinik Marl-Sinsen.

Foto: Michael Korte

Bottrop.  Damit erhöhte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe 2019 seine Ausgaben für die Stadt. Die zahlte aber auch 29,5 Millionen in den LWL-Topf ein.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im Jahr 2019 rund 59,9 Millionen Euro in Bottrop ausgegeben. Damit steigerte der LWL seine Ausgaben für die Stadt um 3,4 Millionen Euro im Vergleich zu 2018. Bottrop als LWL-Mitglied zahlte im selben Jahr einen Mitgliedsbeitrag von rund 29,5 Millionen Euro an den Kommunalverband. 2018 waren es noch 30,2 Millionen Euro.

Die Differenz zwischen Ausgaben und Einzahlung stammt im Wesentlichen aus zusätzlichen Bundes- und Landesmitteln. Das erklärte jetzt der in der LWL-Landschaftsversammlung vertretene Abgeordnete aus Bottrop, Thomas Göddertz. Im vergangenen Jahr unterstützte der LWL mit dem größten Teil des Geldes behinderte und pflegebedürftige Menschen. Insgesamt flossen 35,3 Millionen Euro (2018: 34,5 Millionen Euro) in diese sozialen Aufgaben nach Bottrop. Seit dem 1. Januar 2020 gelten neue Regelungen, die eine individuellere Unterstützung von Menschen mit Behinderung sicherstellen sollen. Aber auch andere Projekte in der Stadt fördert der LWL, so die Erweiterung des Museums Quadrat.

Mittel für Pflegebedürftige und Behinderte

Die Corona-Krise habe der LWL bisher gut überstanden, so die Abgeordneten weiter. Nur sehr wenige Patienten oder Heimbewohnerinnen, für die der LWL sorge, seien mit dem Corona-Virus infiziert gewesen. Auch die LWL-Beschäftigten seien durch Vorsichtsmaßnahmen, Home-Office und gegenseitige Hilfe in der Lage gewesen, die Dienstleistungen des Verbandes in der Region fortzusetzen.

2019 zahlte der Landschaftsverband in Bottrop für 295 (2018: 301) Wohnheimplätze. Außerdem finanzierte er 471 (2018: 473) Arbeitsplätze in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Betriebe, die, gemessen an ihrer Mitarbeiterzahl, zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen, entrichten eine Ausgleichsabgabe. Aus diesen Mitteln investierte das Inklusionsamt im vergangenen Haushaltsjahr rund 184.000 Euro (2018: 202.000 Euro), um Menschen mit Behinderung ins Arbeitsleben zu integrieren und deren Arbeitsplatz den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzupassen oder zu erhalten.

49 (2018: 54) Kinder mit Behinderungen aus Bottrop besuchten 2019 einen Förderschulkindergarten oder eine Förderschule des LWL. Rund 608.000 Euro (2018: 558.000 Euro) zahlte der Landschaftsverband dafür, dass 80 (2018: 66) behinderte Kinder zusammen mit Kindern ohne Behinderung eine von 30 (2018: 31) Regel-Kitas besuchen konnten. An Entschädigungsleistungen zahlte das LWL-Amt für Soziales Entschädigungsrecht 2019 rund 1,7 Millionen Euro (2018: 1,8 Millionen Euro). Zu den Empfängern gehörten unter anderem Kriegsopfer und Hinterbliebene. In Bottrop arbeiteten im vergangenen Haushaltsjahr 14 (2018: 13) Menschen im Dienst des Landschaftsverbandes, darunter auch in der Tagesklinik für Jugendpsychologie am Marienhospital.

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