Ordensfrau

Mit Abschied von Schwester Maria Monika endet der Konvent

Nach einer Messe verabschiedet sich Schwester Maria Monika Trepmann im Pfarrheim. Mit ihr endet auch die Zeit des Schwesternkonvents im Pfarrhaus Hl. Familie.

Nach einer Messe verabschiedet sich Schwester Maria Monika Trepmann im Pfarrheim. Mit ihr endet auch die Zeit des Schwesternkonvents im Pfarrhaus Hl. Familie.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop-Kirchhellen.  Maria Monika Trepmann (78) verlässt den Schwesternkonvent im Pfarrhaus Hl. Familie in Bottrop-Grafenwald. Das ist auch das Ende des Konvents.

Eine Ära geht zu Ende. Am Sonntagmorgen wurde in der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Grafenwald Schwester Maria Monika Trepmann verabschiedet. 13 Jahre lang war sie in der Gemeinde Heilige Familie und im Haus St. Johannes aktiv. Mit dem Abschied der 78-Jährigen läuft auch die Zeit des Schwesternkonvents im Pfarrhaus Heilige Familie aus. Denn vom Orden der Heiligen Maria Magdalena Postel rückt niemand mehr nach. Schwester Maria Monika Trepmann geht aus gesundheitlichen Gründen. Ihr neues Zuhause wird das Bergkloster in Bestwig sein.

Nach dem Abschied bei der Messfeier wurde in das Pfarrhaus zur Begegnung eingeladen. „Es ist Zeit für das, was war, Danke zu sagen“, begann die würdigende Rede Im Namen der Gemeinde wünschen ihr alle Anwesenden Glück und Gesundheit auf ihrem neuen Weg. Passend dazu stimmt der Chorleiter einen Kanon zum Lied „Viel Glück und viel Segen“ an.

Ein Geschenk löst sichtlich Rührung aus

Schwester Maria Monika ist sichtlich gerührt, als ihr ein Abschiedsgeschenk der Gemeinde überreicht wird. Ein Buch mit Erinnerungen und Einträgen der Gemeindemitglieder. Im Anschluss gehen viele Menschen auf sie zu, um sich persönlich zu verabschieden. Immer wird sie umarmt, und man spricht mir ihr. Auch Kinder sieht man auf ihrem Arm. Die Stimmung im Pfarrhaus ist gelöst und bedrückt zugleich. Vielen fällt der Abschied sichtbar schwer.

„Sie war vom Anfang bis zum Ende immer mit dabei“, erzählt Melanie Fockenberg, Mitglied der Gemeinde. Durch ihre starke Einbindung in die Gemeinde sei Schwester Maria Monika eine zusätzliche Ansprechpartnerin für alle in der Umgebung gewesen. Dass mit ihr der Schwesternkonvent sein Ende findet, sei sehr bedauerlich.

Ihre fürsorgliche Arbeit für die Gemeinde ist den Mitgliedern unvergessen

„Es konnten immer alle zu den Schwestern gehen, wenn sie etwas brauchten oder reden wollten“, erzählt Annika Bode, ebenfalls Mitglied der Gemeinde. Besonders Schwester Maria Monika sei wichtig für die Gemeinde gewesen, sowohl als Person als auch durch ihre Arbeit als Schwester. „Sie war immer eine große Stütze für die Pfarrer“, erklärt Markus Bode, ebenfalls Gemeindemitglied. „Wenn man in die Kirche gegangen ist, war sie immer da.“

Während ihrer Zeit in St. Johannes hat Schwester Maria Monika unter anderem Küsterdienste geleistet und war in Altenheimen sowie in der Kinder- und Jugendlichenarbeit tätig. „Gerade für Jugendliche war sie immer offen“, erzählt Theresa. Sie ist 19 Jahre alt und kennt Schwester Maria Monika seit ihrem Beginn in St. Johannes. „Dass sie geht, ist ein großer Verlust für unsere Gemeinde.“

Schwester Maria Monika behält gute Jahre in Erinnerung

Schwester Maria Monika selbst bedauert den Abschied. „Diese Zeit hat mein Leben sehr bereichert, und ich

denke an viele gute Begegnungen zurück.“ Seit 52 Jahren lebt sie im Kloster und hat nun 13 Jahre bei der Gemeinde St. Johannes verbracht. „Ich konnte noch mit 66 Jahren eine Ausbildung im Altenheim zur Alltagsbetreuerin machen“, erinnert sich die unermüdliche Frau. „Und alle waren sehr nett. Man hat mich überall hingefahren, obwohl ich doch selbst ein Auto habe“, lacht sie. „Es war wirklich eine schöne Zeit.“

Wenn es um den Blick nach vorn geht, hat Schwester Maria Monika durchaus Pläne. Vermutlich wolle sie auch in Bestwig im Altenheim aktiv bleiben. „Ich kann den Menschen das Essen reichen oder Autofahrten übernehmen“, erklärt sie. Wichtig sei ihr nur, dass sie so lange wie möglich weiter arbeiten könne.

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