St. Johannes Kirchhellen

Neuer Kirchhellener Pfarrer nimmt in Heimatgemeinde Abschied

Ulrich Witte übernimmt Mitte September seine neue Aufgabe als Pfarrer in St. Johannes. Caroline Johnen unterstützt ihn als Pastoralreferentin.

Ulrich Witte übernimmt Mitte September seine neue Aufgabe als Pfarrer in St. Johannes. Caroline Johnen unterstützt ihn als Pastoralreferentin.

Foto: Bischöfliche Pressestelle/Michaela Kiepe

Kirchhellen.  Der Militärseelsorger würdigt zum Abschied einen Deserteur, der ein Heiliger wurde. Mitte September wird Ulrich Witte in Kirchhellen eingeführt.

Der neue Pfarrer von St. Johannes wird zwar erst Mitte September in Kirchhellen in sein Amt eingeführt, in der Pfarrei Heilige Brüder Ewaldi in Laer hat sich Ulrich Witte allerdings bereits verabschiedet. Der Militärseelsorger war in der katholischen Kirchengemeinde als Subsidiar tätig. Gut vier Jahre lang hatte der 44 Jahre alte Pfarrer neben seiner Tätigkeit als Militärseelsorger dort das Seelsorgeteam unterstützt. Jetzt hat er seine letzten Predigten in der Marienkirche in Holthausen und in der denkmalgeschützten Bartholomäuskirche in Laer gehalten.

Pfarrer Ulrich Witte war erst vor zwei Jahren in den Laerer Ortsteil Holthausen gezogen. Er fühlte sich dort freundlich aufgenommen. Der Abschied aus seiner Heimatgemeinde im Kreis Steinfurt fiel ihm deshalb auch nicht ganz leicht. Pfarrer Witte lud die Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde ein, ihn ruhig in Kirchhellen zu besuchen. Am Sonntag, 15. September wird Ulrich Witte um 15 Uhr in der Johanneskirche in Kirchhellen in seine neue Aufgabe als leitender Pfarrer eingeführt.

Militärseelsorger hebt Fahnenflüchtigen hervor

Fünf Jahre lang war Ulrich Witte als Militärseelsorger in Münster, Warendorf, Ahlen, und Unna tätig. Zu seinen Aufgaben gehörte der Ethikunterricht ebenso wie die Betreuung der Soldatinnen und Soldaten sowie deren Familien. „Man bekommt einen guten und differenzierten Einblick in das Leben junger Erwachsener, also der Menschen, die im kirchlichen Leben häufig fehlen“, ordnete er seine Aufgabe ein.

Bei der Abschiedsfeier in Laer dankte Pfarrer Andreas Ulrich den Militärseelsorger für einen seelsorgerischen Dienst. Dank des Engagements des künftigen Kirchhellener Pfarrers habe sich das Seelsorgeteam in Laer personell in einer recht komfortablen Lage befunden. Diese Zeit sei nun leider vorbei, bedauerte er nach einem Bericht der Westfälischen Nachrichten. In seiner letzten Predigt stellte Militärseelsorger Ulrich Witte den Pfarrer von Ars besonders heraus - Johann Baptist Vianney, der eine Zeit lang als Fahnenflüchtiger unter falschem Namen gelebt hatte. Papst Pius XI. sprach den Franzosen heilig. Heute ist er Schutzpatron der Pfarrer.

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