Nahverkehr

Nordwestbahn rollt ab September wieder im Stundentakt

Seit Februar fahren am Hauptbahnhof Busse statt Bahnen, weil die Nordwestbahn für die Bahnlinie RB 44 zu wenig Lokführer hat. Ab 1. September sollen die Bahnen wieder im Stundentakt  rollen.

Seit Februar fahren am Hauptbahnhof Busse statt Bahnen, weil die Nordwestbahn für die Bahnlinie RB 44 zu wenig Lokführer hat. Ab 1. September sollen die Bahnen wieder im Stundentakt rollen.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Seit Februar fahren am Hauptbahnhof Busse statt Bahnen. Ab September sollen die Bahnen der Linie RB 44 wieder im Stundentakt rollen.

Nach neun Monaten erklärt die Nordwestbahn den Lokführer-Notstand auf den Linien RB 44 (Oberhausen - Dorsten) und RB 45 (Coesfeld - Essen) für beendet und will die Bahnen ab 1. September wieder im Stundentakt rollen lassen.

„Der Schienenersatzverkehr war eine Übergangslösung, um planbare und verlässliche Fahrzeiten anzubieten. Jetzt haben wir wieder genügend Triebfahrzeugführer, um den Regelfahrplan mit Zügen zu fahren“, sagt Rolf Erfurt. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Nordwestbahn bedankt sich ausdrücklich bei den Reisenden, „für die uns entgegengebrachte Geduld.“

Zugausfälle seit Dezember 2018

Und die wurde auf eine harte Probe gestellt. Seit Dezember 2018 waren auf den beiden Linien immer wieder Züge ausgefallen, weil der Nordwestbahn Lokführer fehlten. Ende Januar hatte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhe (VRR) deshalb die Nordwestbahn bei einem Krisengespräch abgemahnt: Die Qualitätsprobleme seien für die Fahrgäste „untragbar“. Zudem seien die Fahrgäste nicht ausreichend über die Ausfälle informiert worden. VRR-Vorstandssprecher Ronald Lünser sprach von einer „desaströsen Betriebsstabilität“ bei der Nordwestbahn. Er kündigte an, das Unternehmen „für jede einzelne nicht vertragsgerecht erbrachte Zugfahrt“ zur Kasse zu bitten.

„Ersatzkonzept“ ab Februar

Die Nordwestbahn hatte daraufhin im Februar ein „Ersatzkonzept“ vorgestellt, nach dem jede zweite Fahrt der RB 44 durch Busse ersetzt werden sollten. Das sollte zunächst bis zum Ende der Osterferien gelten, wurde dann aber verlängert bis Ende August. Im Juli hatte die Nordwestbahn massive Kritik dafür einstecken müssen, dass sie beim Musikfestival „Parookaville“ in Weeze die geplanten Nachtzüge gestrichen hatte.

Die vergangenen Monate hat die Nordwestbahn nach eigenen Angaben intensiv genutzt, neue Lokführer auszubilden und zu gewinnen. Aus den Kursen für Quereinsteiger seien neue Mitarbeiter gekommen. „Jetzt kommen weitere neue Kolleginnen und Kollegen, die kurz vor dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung stehen, in unser Team“, sagt Gabriele Plotka, Regionalleiterin der NRW-Netze des Unternehmens. Alle Teilnehmer müssten streckenkundig sein. Das erfordere Zeit. Deshalb dauert der Ersatzverkehr auf der RB 36 (Oberhausen - Duisburg-Ruhrort) aus organisatorischen Gründen bis einschließlich 8. September.

Ab Sonntag, 1. September, fahren die Züge auf der Linie RB 44 (Der Dorstener) wieder nach dem Regelfahrplan und somit im Stundentakt zwischen Oberhausen, Bottrop und Dorsten. Auch die Züge auf der Linie RB 45 (Der Coesfelder) sollen wieder nach dem Regelfahrplan fahren und damit montags bis freitags auf der gesamten Strecke zwischen Dorsten und Coesfeld im Stundentakt. An den Wochenenden fahren auf den beiden Linien RB 45 und RE 14 (Borken-Bottrop-Essen) die Züge auch an den Wochenenden im Stundentakt.

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