Nach Attacke

Restauratorin kümmert sich um stark beschädigte Barbarafigur

Stadtsprecher Andreas Pläsken mit der beschädigten Barbarafigur im Bottroper Rathaus.

Stadtsprecher Andreas Pläsken mit der beschädigten Barbarafigur im Bottroper Rathaus.

Foto: Nina Stratmann

Bottrop.  Die Barbarafigur im Rathaus Bottrop hat bei einer Attacke den Kopf verloren. Stadt glaubt, dass Restaurierung möglich ist. Das erwartet den Täter

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Zwei Wochen ist es her, dass ein offenbar betrunkener Randalierer im Rathaus die Statue der Heiligen Barbara stark beschädigt hat. Jetzt liegt die Holzfigur, die bei der Attacke unter anderem ihren Kopf verlor, bei einer Restauratorin. „Es sieht so aus, als könnte die Figur wieder in Stand gesetzt werden“, sagt Stadtsprecher Andreas Pläsken. Der Täter muss nun mit juristischen Konsequenzen rechnen.

Randalierer ist schon einmal auffällig geworden

Nachdem er keinen Gesprächstermin mit dem Oberbürgermeister bekommen hatte, hatte der Bottroper am Nachmittag des 29. Oktober im Rathaus-Foyer mit einer Kette auf die Vitrine mit der historischen Barbarafigur eingeschlagen. Laut Pläsken war dieser Mann im Rathaus schon einmal auffällig geworden.

„Wir werden die juristischen Möglichkeiten, die wir haben, auch ausreizen“, kündigt Pläsken mit Blick auf den Täter an. Dazu zähle, Anzeige gegen ihn zu erstatten, möglichst ein Hausverbot für ihn in öffentlichen Gebäuden zu erwirken und ihn auf Schadenersatz zu verklagen. Auch von Seiten der Polizei wurde eine Strafanzeige wegen so genannter gemeinschädlicher Sachbeschädigung gestellt.

Kosten belaufen sich wohl auf mehrere tausend Euro

Um die Wiederherstellung der Figur kümmert sich die Expertin, die auch schon für ihre Restaurierung im Zuge der Rathaussanierung verantwortlich war. „Die Restauratorin war am Freitag hier“, berichtet der Stadtsprecher. „Sie war sehr bestürzt“ – gehe aber davon aus, dass es machbar sei, der historischen Figur aus dem 16. Jahrhundert ihre alte Pracht zurück zu geben. „Näheres kann sie aber erst sagen, wenn sie sich alles genauer angeguckt hat.“

Die Restauratorin habe die Stücke der Statue vorsichtig eingepackt und mitgenommen. Wenn sie sich ein genaueres Bild gemacht habe, könne auch der Kostenvoranschlag beziffert werden. „Jetzt schon ist klar, dass wir bei mehreren tausend Euro landen werden“, sagt Pläsken.

Ist der Kostenvoranschlag da, könne mit der Versicherung gesprochen werden. Ob die Kosten von dieser – ganz oder teils – übernommen werden, muss sich dann zeigen.

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