Vandalismus

Schmierereien: Sprayer schlagen in Bottrop wieder stärker zu

Das denkmalgeschützte Torbogenhaus am Eingang des Stadtgartens wurde erneut Ziel von Sprayerattacken. Die Reinigung beschmierter Gebäude kostet die Stadt mindestens 50.000 Euro pro Jahr an Steuergeldern.   

Das denkmalgeschützte Torbogenhaus am Eingang des Stadtgartens wurde erneut Ziel von Sprayerattacken. Die Reinigung beschmierter Gebäude kostet die Stadt mindestens 50.000 Euro pro Jahr an Steuergeldern.  

Foto: DA

Bottrop.  Die Reinigung kostet die Stadt gut 50.000 Euro pro Jahr. Eine spezielle Grundierung zur besseren Entfernung von Graffiti ist ebenfalls teuer.

Sprayer sind derzeit wieder verstärkt in der Stadt unterwegs. Besonders ärgerlich sind Schmierereien an historischen Gebäuden, Denkmälern oder Kunstwerken. Betroffen sind unter anderem - wieder einmal - das historische Torbogenhaus zum Stadtgarten an der Parkstraße.

Das hatte zwar eine Grundierung, die das Entfernen so genannter „Tags“ einfacher mache, aber die sei teuer und in diesem Falle nach mehrfachen Sprayer-Attacken auch nicht mehr wirksam, so Stadtsprecher Andreas Pläsken.

Es trifft auch Kunstwerke

Vor einige Zeit traf es auch eine Steinskulptur am Museum Quadrat. Da habe das Museum aus seinem Budget für professionelle Reinigung gesorgt, so Museumsdirektor Heinz Liesbrock. Ärgerlich sei das allemal und vor allem fehle offenkundig der Respekt nicht nur vor der künstlerischen Arbeit anderer.

Brücken, Privathäuser, kürzlich der Berliner Platz oder jüngst die Marie-Curie-Realschule sind genauso betroffen. Nur: „Wir können nicht überall sofort einschreiten, so zum Beispiel wenn ein Gebäude einer Firma oder, im Falle von Brücken, der Bahn gehört“, sagt Andreas Pläsken. Anders sei dies bei radikalen oder volksverhetzenden Schmierereien. Dann werde möglichst am selben Tag eingeschritten, sonst reagiere die Stadtverwaltung auf jeden Fall möglichst zeitnah.

Es gebe einen Mitarbeiter, der sich um diese Fälle kümmere und eine Firma für Spezialreinigungen sei ebenfalls mit im Boot, so Pläsken.

Dafür hält die Stadt jährlich 50.000 Euro bereit. „Wenn das so weiter geht, kommen wir damit 2019 nicht aus“, sagt der Stadtsprecher. Man solle sich vor Augen halten, das dies keine Dummen-Jungen-Streiche sind, sondern den Steuerzahler viel Geld kosten, das man sonst anderweitig sinnvoller einsetzen könne, so Pläsken.

Bürger sollen informieren

Bürger, die Schmierereien entdecken oder Sprayer bei der „Arbeit“ ertappen, können sich bei der Stadt melden, zum Beispiel beim Bürgerbüro unter Tel: 02041/ 70- 30 oder bei der Polizei.

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