Stadtplanung

So sähe die Sparkassen-Akademie in Bottrop aus

Das Modell der Sparkassen-Akademie neben dem historischen Rathaus (links).

Das Modell der Sparkassen-Akademie neben dem historischen Rathaus (links).

Foto: VSI Architekten

Bottrop.  Viel Grün und viel Glas - Architekten legen ihren Entwurf für eine zweite Hochschule in der City vor. Die Besucher der Fortbildungsstätte sollen so kurze Wege wie möglich haben. Die Planer sehen daher auch ein neues Hotel neben der Akademie vor. Und auf dem Campus soll vor allem Ruhe herrschen.

Einen zweiten Campus in der City sehen Pläne des Bottroper Architekturbüros um Dr. Norbert Verfürth vor. Die geplante Sparkassen-Akademie, um deren Sitz sich die Stadt bewirbt, läge direkt neben dem historischen Rathaus und nur wenige Fußminuten von dem neuen Campus der Hochschule Ruhr West entfernt. An der Ecke von Gerichtsstraße und Droste-Hülshof-Platz soll der mit Erdwärme beheizte Kubus mit einem großen begrünten Innenhof in der ersten Etage entstehen. Das Akademie-Gebäude ist etwas niedriger als das Rathaus.

Die Fassaden der Akademie sind von allen Straßen und Wegen aus sichtbar und schirmen den Campus im Innenhof ab. „Das ist für die Besucher der Akademie ganz wichtig, damit sie nicht gestört werden. Auf diesem Campus wird es auf jeden Fall ruhig sein“, erklärte Dr. Norbert Verfürth im WAZ-Gespräch den Entwurf für die Akademie. Hinzu komme eine begrünte Terrasse neben der Mensa.

Viel Grün und viel Glas - das schwebt den Planern vor

Wie berichtet, sehen die Planer neben viel Grün auch viel Glas für das viergeschossige Gebäude vor. So soll die Front des großen Foyers der geplanten Bildungsstätte komplett verglast werden. In der zweiten Etage werden die Seminarräume für gut 200 Hörer liegen, eine Etage darüber die Büros. Eine Tiefgarage unter dem Hotel bietet vorerst für 200 Autos Platz.

Das Hotel wollen die Architekten direkt neben die Sparkassen-Akademie bauen. „So haben die Besucher sehr kurze Wege und könnten zwischen den Seminaren etwa auch schnell einmal auf ihre Hotelzimmer zurück“, erläutert Verfürth. Das Hotel sei ganz wesentlich für das Projekt. „Es wäre allein schon durch die Akademie-Gäste zu 60 Prozent gebucht“, sagte Verfürth. Er hofft, dass auch die Lage mitten in der City überzeugt. Die Besucher der neuen Fortbildungsstätte seien in wenigen Schritten auf der sich zur Gastro-Meile entwickelnden Gladbecker Straße oder auf den anderen Geschäftsstraßen in der Fußgängerzone. „Sie sind auch in wenigen Minuten im Stadtgarten. Das Museum Quadrat ist bequem zu Fuß zu erreichen“, sagte Verfürth. Auch das Kulturzentrum mit kommunalem Kino oder Kammermusiksaal liegt quasi nebenan.

Entscheidung fällt im November

Für den Sitz der neuen Sparkassen-Akademie gibt es 38 Bewerber, die meisten aus dem Ruhrgebiet. So wollen zum Beispiel Bauherren und Architekten aus Dortmund, Essen, Duisburg, Bochum, Herne, Gelsenkirchen, Recklinghausen, Oberhausen oder Velbert die neue Weiterbildungsstätte für die Mitarbeiter von über 100 NRW-Sparkassen bauen.

Ein Stadtplanungsbüro in Münster ist damit beauftragt, alle Bewerbungen zu sichten, anhand eines festen Prüfrasters zu bewerten, und eine Vorauswahl zu treffen. Die besten Entwürfe werden dann den Gremien der Sparkassen-Verbände vorgelegt. Im November soll die Entscheidung fallen, wo die Sparkassen-Akademie gebaut wird.

Zu Jahresbeginn wurden die Rheinische Sparkassen-Akademie in Düsseldorf und die Westfälisch-Lippische Sparkassen-Akademie in Münster zusammengelegt.

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