Kirchhellener Straße

Umbau der Kirchhellener Straße für mehr Aufenthaltsqualität

Die Umbauarbeiten auf der Kirchhellener Straße sollen Ende August beendet sein. Dann gibt es dann zwar weniger Bäumer, dafür aber auch weniger Parkplätze.

Die Umbauarbeiten auf der Kirchhellener Straße sollen Ende August beendet sein. Dann gibt es dann zwar weniger Bäumer, dafür aber auch weniger Parkplätze.

Foto: DA

Bottrop.  Nach dm Umbau der Kirchhellener Straße gibt es weniger Bäume aber auch weniger Parkplätze. Dafür eine Außengastronomie und mehr Platz für Radler.

Ende August sollen die Umbauarbeiten auf der Kirchhellener Straße beendet sein. Das ist jedenfalls schon mal eine gute Nachricht, die Steffen Jonek und Frank Naujoks vom städtischen Fachbereich Tiefbau verkünden können. Es wird aber weniger Bäume geben. Das ist die Kehrseite der Medaille - über die sich nicht zum Beispiel WAZ-Leser Heinzwerner Bombeck aufregt, der damit zugleich eine Zunahme der Parkplätze befürchtet. Er wohnt ein paar Hundert Meter von der Baustelle entfernt an der Kirchhellener Straße - und das gerne, wie er sagt.

Statt Gingkos kommen nun Ulmen

Im Kern stimmt das. Denn wo einmal 13 Ginkgo-Bäume standen, wird es künftig sechs Ulmen geben. Allerdings: Die Ginkgos hatten länger schon für Ärger gesorgt (die WAZ berichtete). Die herabfallenden, aufplatzenden Früchte strömten einen Geruch von Buttersäure aus und hinterließen zudem glitschige flecken auf dem Gehweg. „Eine unbefriedigende Situation über die sich auch Anlieger und Passanten beschwert haben“, so Naujoks. Die neuen Ulmen sind geeigneter als Straßenbäume und bildeten zudem schönere und dichtere Kronen aus. Daher habe man sich auch für weniger Bäume entschieden, lassen denen aber mehr Raum und plane größere Baumscheiben. So heißt das Gitter auf dem Gehwegniveau, durch das die Bäume Wasser bekommen.

Was die Zahl der neuen Parkplätze angeht, so kann Steffen Jonek nicht nur den WAZ-Leser beruhigen. „Die Zahl der Parkplätze wird von acht auf sechs reduziert, dazu kommen wie bereits zuvor zwei Ladezonen.“ Alles werde großzügiger und im Bereich vor der Bäckereifiliale werde es keine Parkplätze geben, sondern einen Bereich für Außengastronomie.

Die gute Nachricht für Radler: „Die Straße wird von 3,50 Meter auf vier Meter verbreitert, die Niveaus angepasst, so dass es keine Stolperfallen mehr durch Bordsteine gibt“, sagt Frank Naujoks. Damit sei Kirchhellener breit genug für Radler aus beiden Richtungen und Autos. Denn die Einbahnstraßenregelung werde für Radler aufgehoben. Autos können aber künftig wie bisher nur vom Altmarkt in Richtung Rathaus die Straße befahren. Durch diese Planung solle ein besseres Nebeneinander von Rad und Pkw ermöglicht werden. Die Aufenthaltsqualität solle möglichst erhöht werden. Denn immerhin sei die Anpassung der bislang unterschiedlichen Niveaus auch für die Nutzer von Kinderwagen oder Rollatoren von Vorteil. So fallen nicht nur die Bordsteine weg, auch die bisherigen erhöhten Umrandungen der Straßenlaternen werden beseitigt. Künftiger Starkregen wird auf der Kirchhellener Straße wohl keine Sturzbäche mehr auslösen. Denn es wird auch mehr Wasserabläufe geben und die Rinne erneuert.

Der Clou werde aber ein speziell behandeltes Straßenpflaster sein, das Kohlendioxid absorbiert. „Eine Reduzierung von etwa 30 Prozent ist möglich, das haben Untersuchungen ergeben“, sagt Steffen Jonek.

Bauarbeiten haben etwas drei Monate in Anspruch genommen

Die Fahrbahn der Kirchhellener Straße wird künftig mit rotbraunen Betonsteinpflaster belegt sein, dass Kohlendioxid absorbieren soll. Von den künftig nur noch sechs Parkplätzen wird einer für Behinderte reserviert. Außerdem gibt es 15 neue Anlehnbügel für Fahrräder und die Metropol-Radstation kurz vor der Einmündung in den Rathausplatz wird erneuert. Die rötlichen Klinker des Gehwegbereichs werden wieder verwendet.

Wenn der Termin zur Fertigstellung Ende August eingehalten wird - davon geht man im Tiefbauamt aus - haben die Arbeiten drei Monate in Anspruch genommen. Die gesamten Baukosten für die Erneuerung der Kirchhellener Straße beziffert die Stadt mit 277.500 Euro.

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