100 Jahre VHS

Uwe Dorow will Bottrops VHS stärker in die Stadt bringen

Uwe Dorow leitet seit einem Monat  die Bottroper Volkshochschule. Der gebürtige Bottroper will die 100 Jahre alte Einrichtung stärker mit der Stadt verknüpfen, sucht den Bürgerdialog und möchte andere Akteure wie Quartiersmanager mit ins Boot holen.

Uwe Dorow leitet seit einem Monat die Bottroper Volkshochschule. Der gebürtige Bottroper will die 100 Jahre alte Einrichtung stärker mit der Stadt verknüpfen, sucht den Bürgerdialog und möchte andere Akteure wie Quartiersmanager mit ins Boot holen.

Foto: Thomas Gödde

Bottrop.  Der neue Leiter will die 100 Jahre alte Einrichtung stärker in die Stadt bringen. Mit Bürgerdialog, Vernetzung der Akteure und Digitalisierung.

Uwe Dorow ist Bottroper durch und durch. Und bis auf die Zeit seines Grundwehrdienstes und des Studiums der Sozialwissenschaften und Geschichte in Bochum und Essen ist er seiner Heimatstadt immer treu geblieben. Das wird sich auch sobald nicht ändern. Denn als neuer Leiter der Volkshochschule will er auf jeden Fall in den nächsten sechs Jahren in der mittlerweile 100 Jahre alten Institution die Fäden in der Hand halten.

Kontiuität bedeutet nicht Stillstand

Fast 30 Jahre, seit 1990, ist er mit der VHS verbunden. Lebensläufe in dieser Kontinuität gibt es heute immer weniger, den öffentlichen Dienst vielleicht ausgenommen. Aber Kontinuität muss keinesfalls Stillstand bedeuten. Dafür hat der 60-Jährige noch zu viel vor mit der VHS. Von Anfang an zeigte er sich offen für neue Technik, aber auch neue Inhalte. Bereits kurz nach seinem Wechsel vom wissenschaftlichen Mitarbeiter der Uni Essen im Fachbereich Politikwissenschaften an die VHS machte er sich, damals noch unter Leitung von Dieter Nellen, für Kooperationen im Bereich Weiterbildung stark, zum Beispiel mit einem Praktikantenprogramm von jungen Wissenschaftlern der Essener Uni an Bottrops VHS.

Er hatte immer schon eine Affinität zur Technik

Technikaffin zeigte Dorow sich, als er 1996 die Online-Anmeldung forcierte. Später war er maßgeblich mit dem Aufbau der Internetpräsenz betraut. „Wir hatten eine der ersten Homepages der Stadt.“

Auch jetzt will der Vater von zwei erwachsenen Kindern, der mit einer gebürtigen Bosnierin verheiratet ist, verstärkt an seine Favoriten der Anfangszeit anknüpfen. „Ich möchte die VHS auf jeden Fall stärker in die Stadt holen, mit anderen Einrichtungen wie Kulturamt, Bibliothek, Archiv aber auch mit den Quartiermanagern kooperieren“, so der neue Leiter.

Angesichts der allgemeinen politischen Entwicklung sollen auch unbequeme Themen auf den VHS-Tisch kommen. Ihm schwebt ein Format ähnlich dem bayrischen Bürgerdialog „Mach den Mund auf“ ebenso vor, wie der Blick über den Bottroper Tellerrand der Institutionen. Und klar. Die Digitalisierung bleibt ein Leib- und Magenthema von Uwe Dorow. Dafür steht vielleicht der Beitritt zur „VHS-Cloud“, einer deutschlandweiten Vernetzung der Volkshochschulen, die 2018 an den Start ging.

250 Dozenten und 11.000 Kursteilnehmer pro Jahr

Rückgrat der VHS aber auch für ihren neuen Leiter sind für Uwe Dorow das Mitarbeiter-Team und die 250 Dozentinnen und Dozenten. Pro Jahr besuchen etwa 11.000 Teilnehmerinen und Teilnehmer die Kurse der Bottroper VHS.

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