Kooperation

Wasserwirtschaftsverbände unterstützen Gesamtschüler

 Freuen sich auf die Zusammenarbeit: Vertreter der Wasserwirtschaftsverbände sowie Lehrer und Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule. .  

 Freuen sich auf die Zusammenarbeit: Vertreter der Wasserwirtschaftsverbände sowie Lehrer und Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule. .  

Foto: Guido Krüdewagen

Bottrop.  Die Bottroper Willy-Brandt-Gesamtschule arbeitet künftig mit regionalen Wasserwirtschaftsverbänden zusammen. Die IHK ermöglicht das Projekt.

Die Willy-Brandt-Gesamtschule in Bottrop und die regionalen Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband sind offizielle Kooperationspartner im Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen. Vertreter der Verbände und der Schule unterzeichneten kürzlich eine entsprechende Vereinbarung.

Zum Start in die Partnerschaft führten Ausbilder beider Körperschaften Lehrer und Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule über die Kläranlage der Emschergenossenschaft in der Welheimer Mark. Die Gruppe erhielt Einblicke in die Arbeitsweise und lernte das Ausbildungsangebot der beiden Körperschaften kennen, die ihre Kompetenzen zu Deutschlands größtem Wasserwirtschaftsunternehmen bündeln.

Persönliches Kennenlernen

Hauptziel des IHK-Projektes ist es, die Schüler bei der Berufsorientierung sowie die Unternehmen bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses zu unterstützen. „Der Schlüssel zum Erfolg ist das persönliche Kennenlernen: Die Schüler erkennen ihre Interessen und das Unternehmen findet Talente, die es zu fördern lohnt, auch wenn das Zeugnis auf den ersten Blick etwas anderes sagt“, erklärt IHK-Projektmitarbeiterin Britta Schneider.

Zur Berufsorientierungswoche der Willy-Brandt-Gesamtschule laden Emschergenossenschaft und Lippeverband erneut Schüler zur Kläranlage ein, damit sie verschiedene Arbeitsbereiche kennenlernen. Zudem bereiten Auszubildende und ihre Ausbilder die Jugendlichen in dem Workshop „Business Knigge“ auf Bewerbungsverfahren vor.

In den Klassenpflegschaftssitzungen des neunten Jahrgangs stellt sich das Partnerunternehmen außerdem den Eltern vor. „Für unsere vielfältigen Tätigkeiten suchen wir ständig engagierte Nachwuchskräfte, auch vor Ort in Bottrop“, sagt Mandy Plehn, die bei den Verbänden für die Koordination der gewerblich-technischen Ausbildung zuständig ist.

Aktuell werden an acht Standorten rund 60 junge Menschen in zwölf Berufen ausgebildet – und es sollen bald noch mehr werden. „Der Bau des neuen Ausbildungszentrums auf dem Gelände der Kläranlage in Bottrop soll im nächsten Jahr bezugsfertig sein“, berichtet Plehn. Werkstätten und Schulungsräume würden auf einer Fläche von 300 Quadratmetern entstehen, so Plehn.

Kontakte aufbauen

Schulleiter Markus Reuter betont: „Das IHK-Projekt bietet unseren Schülern, aber auch den Lehrern die Chance, Betriebe hautnah kennenzulernen und sich für Ausbildungsberufe und die Wirtschaft nachhaltig zu begeistern.“ Er ergänzt: „Durch die Ausbildungsbotschafter und durch Bewerbungstrainings, die von Mitarbeitern geleitet werden, wird ein persönlicher Kontakt aufgebaut, der Schülern den Weg in das Berufsleben erleichtert.“

Die IHK Nord Westfalen bietet allen Schulen und Unternehmen in ihrem Bezirk Unterstützung bei der Anbahnung von Kooperationen an. Ansprechpartnerin für das Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ ist Britta Schneider, Kontakt: Tel.: 0209 388 104. Weitere Informationen: www.ihk-nw.de/schule-betrieb

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