Kommunalwahl

Bürgermeister-Bewerberzahl in Dinslaken, Voerde, Hünxe offen

In Dinslaken steht fest, dass für die SPD wieder Dr. Michael Heidinger für den Chefposten im Rathaus ins Rennen gehen wird.

In Dinslaken steht fest, dass für die SPD wieder Dr. Michael Heidinger für den Chefposten im Rathaus ins Rennen gehen wird.

Foto: Hans Blossey / FFS

Dinslaken/Voerde/Hünxe.  In Dinslaken steht für Bürgermeisterwahl bisher ein Bewerber fest, in Voerde sind es wohl zwei. Wieviele es dort und in Hünxe werden, ist unklar.

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Die Voerder hätten bei der Kommunalwahl Mitte September 2020 bezüglich der Besetzung des Chefpostens im Rathaus – Stand heute – die Wahl zwischen mindestens zwei Bewerbern: Davon ausgehend, dass die SPD den jetzigen Bürgermeister Dirk Haarmann bei ihrer öffentlichen Mitgliederversammlung am 1. Dezember erneut als ihren Kandidaten für das Amt ins Rennen schicken und damit dem Parteichef Stefan Weltgen zufolge einstimmigen Vorschlag des Parteivorstands folgen wird, steht mit dem Vorsitzenden des CDU-Stadtverbandes Voerde, Frank Steenmanns, nunmehr auch der bislang zweite Bewerber fest.

Ob Haarmann und Steenmanns im anstehenden Wahlkampf auf weitere Mitbewerber treffen werden, dazu gibt es von fast allen anderen im Stadtrat aktuell vertretenen politischen Kräften momentan noch keine definitiven Aussagen. In Hünxe ist in der Bürgermeisterkandidatenfrage ebenfalls vieles offen.

In Dinslaken steht bislang fest, dass die SPD erneut auf Amtsinhaber Dr. Michael Heidinger setzt. Die anderen Parteien diskutieren noch. Der Grüne Patrick Voss gibt sich sehr selbstbewusst. „Wie die Europawahl gezeigt hat, sind die Werte in Dinslaken für die Grünen sehr hoch. Wir müssen uns also nicht mehr an die ehemals großen Parteien anschließen und deren Bürgermeisterkandidat unterstützen.“ Derzeit stünden die Grünen mit den anderen Parteien im Gespräch. Voss ist sicher, die Stadt nach der Wahl besser denn je mitgestalten zu können. „Uns Grünen wird inzwischen zugetraut, einen Bürgermeister zu stellen“, bezieht sich Voss auf die Wahl in Hannover, wo erstmals ein grüner Oberbürgermeister regiert. Ob es allerdings auch in Dinslaken einen grünen Bürgermeisterkandidaten geben wird, lässt er offen „Unsere Mitgliederversammlung am 21. November wird sich mit dem Thema der Bürgermeisterwahl auseinandersetzen“, sagt er.

Dinslakener CDU und UBV wollen sich zu möglichen Kandidaten noch nicht äußern

Fabian Schneider von der CDU und Heinz Brücker von der UBV möchten sich noch nicht zu möglichen Kandidaten äußern. Auch ihre Parteien befänden sich noch im Findungsprozess. Auch der Stadtverband Die Linke tagt noch, eine Entscheidung, einen eigenen Kandidaten aufzustellen oder einem anderen die Stimme zu geben, sei auch hier noch nicht geklärt, so Gerd Baßfeld. „Das kann noch bis Ende des Jahres dauern.“ Die Gerüchte, dass die UBV Thomas Giezek zum Bürgermeisterkandidaten küren wolle, wollte niemand bestätigen oder dementieren.

Stellen neben SPD und CDU noch andere der 2014 in den Rat der Stadt Voerde gewählten Kräfte einen Bewerber oder eine Bewerberin um das Amt des Bürgermeisters auf oder wollen sie einen der beiden unterstützen? Bisher haben sich zu der Frage einzig die Grünen positioniert – und das bereits vor eineinhalb Monaten. In der Mitgliederversammlung Ende September sprachen sie sich einstimmig dafür aus, Dirk Haarmann (SPD) unterstützen zu wollen.

WGV-Chef schließt Unterstützung für amtierenden SPD-Bürgermeister aus

Ob die Wählergemeinschaft (WGV) einen eigenen Kandidaten nominieren oder einen anderen aktiv mittragen wird, dazu kann WGV-Vorsitzender Jürgen Fink im Moment noch nichts sagen, wie er auf NRZ-Anfrage erklärt. Dabei verweist er auf die Versammlung am 22. November, bei der es um die Kandidatenliste für die Kommunalwahl 2020 geht. Diesen Termin gelte es abzuwarten, sagt Fink, der eines aber bereits ausschließt: eine Unterstützung der WGV für den amtierenden SPD-Bürgermeister. Die FDP hat laut ihrer Vorsitzenden Helena Carina Fuchs noch keine Entscheidung getroffen. Bis Anfang des Jahres wollen sich die Liberalen in der Bürgermeisterfrage positioniert haben. Sofern sie einen eigenen Bewerber aufstellen, böte sich an, diesen beim Ortsparteitag am 22. Januar zu küren, erklärt Fuchs.

Die Politik in Hünxe hält sich beim Thema Bürgermeisterwahl noch ziemlich bedeckt. „Bisher hat Dirk Buschmann weder das Gespräch mit uns gesucht, noch uns konkrete Gründe gegeben, dessen erneute Kandidatur zu unterstützen. Wenn er das möchte, wird er uns überzeugen müssen“, sagt SPD-Chef Jan Scholte-Reh. Die SPD Hünxe habe bisher noch nicht darüber entschieden, „ob wir eine eigene Kandidatur für das Spitzenamt im Rathaus ins Rennen schicken. Wir wollen weiterhin die Anliegen und Themen der Bevölkerung verlässlich ins Rathaus tragen, ein lebenswertes, soziales und nachhaltiges Hünxe gestalten und die Menschen in unserer Gemeinde mitnehmen. Deswegen werden wir mit einem schlagkräftigen Team junger wie erfahrener Leute für den Gemeinderat antreten.“ Dazu könne auch ein eigener Kandidat oder eine Kandidatin für das Bürgermeisteramt gehören, um diesem Anspruch gerecht zu werden.

CDU Hünxe hat ihre Beratungen zur Bürgermeisterfrage noch nicht abgeschlossen

„Bezüglich der Frage einer Bürgermeisterkandidatur befinden wir uns derzeit in aktiven Beratungen. Eine Entscheidung wurde noch nicht getroffen, da die Beratungen noch nicht abgeschlossen sind“, so CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Wilhelm Windszus und CDU-Fraktionschef Dr. Michael Wefelnberg. Von daher könne die Frage zu einer eventuellen Unterstützung von Bürgermeister Buschmann im Moment auch noch nicht beantwortet werden. Ende Januar oder Anfang Februar 2020 werde der CDU-Gemeindeverband Hünxe voraussichtlich seine Aufstellungsversammlung durchführen. „Spätestens zu diesem Zeitpunkt werden aber die Entscheidungen getroffen sein.“

Auch die Engagierten Bürger Hünxe (EBH) werden wird sich mit dieser Frage erst im Januar abschließend beschäftigen. „Sofern kein eigener Kandidat aufstellt wird, möchte die EBH sowohl den amtierenden Bürgermeister als auch eventuell weitere Kandidaten der anderen Parteien einladen, um ihre Ziele und Vorstellungen für die nächsten fünf Jahre kennenzulernen“, sagt Fraktionsvorsitzender Ralf Lange. „Danach wird die EBH entscheiden, ob sie einen der Kandidaten aktiv unterstützt.“

Grüne in Hünxe hoffen auf eigenen Kandidaten oder eigene Kandidatin

Heike Kohlhase, Fraktionssprecherin Bündnis90/Die Grünen: „Wir werden uns frühestens im Januar 2020 auf einer Mitgliederversammlung zum Thema „Workshop Kommunalwahl 2020“ entscheiden. Wir hoffen, eine eigene Kandidatin oder einen eigenen Kandidaten aufstellen zu können.“

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