Schuldiskussion

Das schlägt die Stadt Dinslaken für die Schullandschaft vor

Das Gustav-Heinemann-Schulzentrum soll künftig nicht mehr so heißen, weil die Realschule in die Innenstadt verlagert werden soll.

Das Gustav-Heinemann-Schulzentrum soll künftig nicht mehr so heißen, weil die Realschule in die Innenstadt verlagert werden soll.

Foto: Heiko Kempken

Dinslaken.   Neue Gesamtschule soll ab dem Schuljahr 2020/21 in Hiesfeld in Betrieb gehen, Sekundarschule ab kommendem Jahr sukzessive aufgelöst werden.

Die neue Gesamtschule soll am Standort des heutigen Gustav-Heinemann-Schulzentrums (GHZ) an der Kirchstraße 65 in Hiesfeld stehen und dort ab dem Schuljahr 2020/21 in Betrieb gehen. Sie soll im Ganztagsbetrieb geführt und auf fünf Züge begrenzt werden. Die Schule soll den Namen „Gesamtschule Hiesfeld der Stadt Dinslaken, Schule der Sekundarstufe I und II“ tragen – zumindest vorläufig. Dies und außerdem noch neun weitere Punkte schlägt die Verwaltung in der Vorlage zur Entwicklung der Dinslakener Schulstandorte vor, die sie gestern veröffentlicht hat.

Die Friedrich-Althoff-Sekundarschule (FAS) soll ab dem kommenden Schuljahr sukzessive aufgelöst werden – und keine Eingangsklasse mehr bilden. „Die sukzessive Auflösung der Schule wird am derzeitigen Standort so lange durchgeführt werden, wie noch ein ordnungsgemäßer Unterrichtsbetrieb dort möglich ist und endet spätestens zum 31. Juli 2024“, schreibt die Verwaltung in der Vorlage.

Realschule soll umziehen und umbenannt werden

Die Realschule, die aktuell noch im GHZ untergebracht ist, soll mit dem Eingangsjahrgang der Klasse 5 zum Schuljahr 2020/21 sukzessive an den Standort der heutigen Sekundarschule, Am Stadtbad 9, verlagert und dort zeitgleich ein Teilstandort gebildet werden. Die Schule soll ab diesem Zeitpunkt den Namen „Gustav-Heinemann-Realschule der Stadt Dinslaken, Schule der Sekundarstufe I“ tragen.

Der Teilstandort der Realschule am GHZ soll laut Verwaltung so lange erhalten bleiben, bis die Schüler der dort befindlichen Jahrgänge des Schuljahres 2019/20 ihre Schullaufbahn beendet haben werden. An der Realschule soll zudem zur Sicherstellung der Schullaufbahn für die Eingangsklassen des Jahrgangs 2019/20 einmalig im Schuljahr 2021/22 ab Klasse 7 ein Bildungsgang der Hauptschule eingerichtet werden, sofern ein entsprechender Bedarf gegeben ist.

Name „Gustav-Heinemann-Schulzentrum“ soll Geschichte sein

Das GHZ soll weiterhin ein Schulzentrum bleiben und fortan aus Gymnasium und Gesamtschule bestehen. Es soll aber nicht mehr den Namen „Gustav-Heinemann-Schulzentrum“ tragen. Dies begründet die Verwaltung damit, dass sowohl die Realschule als auch das Hiesfelder Gymnasium in Gesprächen signalisiert hätten, den Namensgeber ihrer Schule beibehalten zu wollen. Das Hiesfelder Gymnasium soll ab dem Schuljahr 2020/21 deshalb den Namen „Gustav-Heinemann-Gymnasium der Stadt Dinslaken, Schule der Sekundarstufe I und II“ tragen.

Die Zügigkeit der Ernst-Barlach-Gesamtschule (EBGS) soll einmalig für den Eingangsjahrgang des Schuljahres 2019/20 von sechs auf acht Klassen erhöht werden. Die zusätzlichen zwei Klassen sollen im Hauptgebäude am Teilstandort der Schule an der Goethestraße untergebracht werden. Als Ausgleich für einen damit wegfallenden Fachraum soll auf dem Schulgelände für maximal zwei Jahre ein Raumcontainer aufgestellt werden.

Realschule, Otto-Hahn-Gymnasium und Theodor-Heuss-Gymnasium sollen ab dem 1. August 2020 nur noch dreizügig geführt werden, die EBGS ab dann nur noch fünfzügig.

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