SANIERUNG

Die Augustastraße ist nun für knapp drei Jahre Baustelle

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Auf der Höhe des Sportplatzes ist die Augustastraße in Dinslaken derzeit halb gesperrt. Eine Ampel regelt den Verkehr.

Auf der Höhe des Sportplatzes ist die Augustastraße in Dinslaken derzeit halb gesperrt. Eine Ampel regelt den Verkehr.

Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.   Baustart an der Augustastraße. Eine Ampel regelt den Verkehr. Nach der Sanierung sollen Radfahrer auf Schutzstreifen fahren.

Eine Baustellenampel regelt seit gestern den Verkehr auf der Augustastraße. Die Straße wird nun im Bereich zwischen Katharinenstraße und Zum Fischerbusch für etwa drei Jahre zur Baustelle.

Das ist der Anlass

Die Kanäle an der Augustastraße sind über 50 Jahre alt und müssen saniert werden. Es gibt ein Problem mit dem Gefälle, außerdem wurden Risse, Wurzeln und kaputte Anschlüsse gefunden. Da in diesem Zuge die Straßenoberfläche erneuert werden muss, nutzt die Stadt die Gelegenheit, das Straßenbild umzugestalten.

Das ist die neue Straßen-Aufteilung

Zwei Kreisverkehre – an der Kreuzung zur Katharinenstraße und am Fischerbusch – werden eingerichtet. Außerdem wird die Aufteilung der

Fahrbahn verändert. Geplant sind ein 2,50 Meter breiter Gehweg, ein zwei Meter breiter Park- bzw. Grünstreifen und jeweils 2,50 Meter breite Fahrbahnen. Die Radfahrer sollen in dem Bereich nicht mehr auf einem eigenen Radweg, sondern auf einem 1,25 Meter breiten Schutzstreifen auf der Fahrbahn fahren. Dort, wo Autos an der Seite parken dürfen, soll zwischen Park- und Schutzstreifen 50 Zentimeter Platz sein. Die Fahrstreifen für die Autos sollen 2,50 Meter breit sein, die Autos können sich also begegnen. Sollte ein Lkw entgegen kommen und die Fahrbahn zu eng sein, dürfen der Fahrrad-Schutzstreifen und der rot gepflasterte Teil der Mittelinsel überfahren werden. Damit Autofahrer sich an die vorgeschriebenen 40 Stundenkilometer halten, sind optische Einengungen durch Querungsstellen (auch für die Schulkinder) mit Mittelinseln geplant.

Schutzstreifen gelten als sicherer, weil die Radfahrer an Kreuzungen und Zufahrten besser zu sehen sind. Diese gelten bei Radwegen als der häufigste Unfallort. Die Schutzstreifen sind laut Verkehrsministerium „keine Radwege“ sondern ein „Rückzugsraum für Radfahrer“. Radfahrer sollen laut Verkehrsregeln den Schutzstreifen benutzen – es gibt aber zwei Ausnahmen: Wenn ein Auto den Schutzstreifen versperrt, dürfen Radfahrer auf die Fahrbahn ausweichen. Das Parken auf den Schutzstreifen ist verboten, das Halten bis zu drei Minuten erlaubt.

Zusätzlich sollen die Gehwege auf der Augustastraße laut Stadt für „unsichere Radfahrer“ freigegeben werden, die sich dort an die Geschwindigkeit der Fußgänger anpassen müssen. Das wurde auch bei der Bürgerbeteiligung gewünscht.

Das ist der Zeitplan

Seit gestern sind 60 Meter Straße zwischen Fischerbusch und Indutriestraße in Richtung B8 gesperrt. Eine Ampel regelt den Verkehr. Die Zufahrten zu den anliegenden Grundstücken sind „in der Regel gewährleistet“, so die Stadt. Die Erneuerung des Hauptkanals soll vor Weihnachten abgeschlossen sein, so dass dann die betroffene Fahrbahn erst einmal wieder verkehrssicher gemacht wird.

Ab 8. Januar 2018 starten die Bauarbeiten von Kreuzung Augusta-traße/Zum Fischerbusch Richtung Katharinenstraße. Die Absperrungen warten bereits am Straßenrand. Bis zur Industriestraße wird der Regenwasser- und Schmutzwasserkanal inklusive der Anschlussleitungen erneuert. Parallel dazu läuft der Straßenneuausbau. Die Bauzeit dauert voraussichtlich bis Ende des Jahres 2018.

Anfang 2019 wird ein zweiter Bauabschnitt von Industriestraße bis Katharinenstraße eingerichtet.

Für diesen Bauabschnitt wird eine Bauzeit von etwa anderthalb Jahren veranschlagt – also bis Mitte 2020.

Da die beiden zu erneuernden Kanäle in der Mitte der Straße verlaufen, lässt sich eine abschnittsweise halbseitige Sperrung der Augustastraße für 32 Monate nicht vermeiden, so die Stadt.

Die Bauarbeiten, so die Stadt, dienen auch der Neugestaltung der Straßenoberfläche unter Kriterien der Sicherheit, Funktionalität und Attraktivität. So habe es in den Jahren 2013 bis 2015 insgesamt 170 Unfälle mit 27 Verletzten gegeben. (aha)

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