Evangelische Kirche

Dinslaken: Abschied von Pfarrer Ralf Federwisch

Pfarrer Ralf Federwisch während seiner Abschiedspredigt.

Pfarrer Ralf Federwisch während seiner Abschiedspredigt.

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Viele Gläubige der ev. Kirchengemeinde feierten am Sonntag in der Erlöserkirche den Abschiedsgottesdienst mit Superintendent Friedhelm Waldhausen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es sei ihm sehr wichtig gewesen, Danke und Auf Wiedersehen zu sagen und einen guten Schlusspunkt zu setzen, sagte Ralf Federwisch – und die Gläubigen der evangelischen Kirchengemeinde waren Sonntagnachmittag zahlreich in die Erlöserkirche gekommen, um den Pfarrer beim Abschiedsgottesdienst in den Ruhestand zu verabschieden.

Ein bisschen mulmig sei ihm schon zumute, gab Federwisch zu Beginn seiner Predigt zu, er hoffe aber, dass „wir als Gemeinde verbunden bleiben“. Passend zur Tageslosung „So ist nun weder der etwas, der pflanzt, noch der begießt, sondern Gott, der das Gedeihen gibt“ sprach er darüber, wie sich die Liebe Gottes zu den Menschen im Alltäglichen äußern kann und dass manchmal sehr unscheinbare Begegnungen viel bewirken können. „Wir wollen gesehen und wahrgenommen werden, geliebt werden. Ohne Liebe gehen wir ein wie eine Primel“, sagte Federwisch, in Gottes Segen werde seine Liebe zu den Menschen deutlich, er schenke sich ihnen im Alltäglichen, etwa im Wasser, das wir trinken und das zur Taufe verwendet werde. „Unter allen Begegnungen der Gegenwart geschieht die Begegnung mit Gott.“

Dank für die schönen Begegnungen und Momente

Gleichzeitig nutzte Federwisch die Gelegenheit, um bei der Gemeinde um Vergebung für entstandene Verletzungen zu bitten und sich für all die schönen Begegnungen und Momente, die sein Dasein als Pfarrer bereichert hätten und die er in der Kirchengemeinde erleben durfte, zu bedanken. Bevor Superintendent Friedhelm Waldhausen Federwisch aus dem Dienst entließ, würdigte er sein Wirken als Pfarrer. Im Jahr 1997 kam Federwisch nach Götterswickerhamm und war 15 Jahre in Möllen tätig, bevor er 2012 als Pfarrer in der Erlöserkirche eingeführt wurde. Besonderes Augenmerk habe hier auf dem Sinnesgarten gelegen.

Von dienstlichen Pflichten befreit, darf aber predigen

Mit dem Eintritt in den Ruhestand ist Federwisch von dienstlichen Pflichten befreit, darf aber predigen. Pläne genug hat er jedenfalls schon: „Ich fotografiere für mein Leben gern“, erzählte der Pfarrer nach dem Gottesdienst, außerdem habe er drei Enkelkinder und er möchte gerne ein Buch schreiben. Doch zuvor galt es, noch die zahlreichen Hände zu schütteln und die guten Wünsche für die neue Lebensphase in Empfang zu nehmen, die Gemeindemitglieder ließen es sich nicht nehmen, sich persönlich zu verabschieden, wie die lange Schlange der Wartenden zeigte. Gelegenheit zur persönlichen Begegnung gab es anschließend auch beim gemütlichen Beisammensein im Gemeindehaus, hier wartete noch die eine oder andere Überraschung auf Ralf Federwisch.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben