Konzert

Dinslaken: Mitreißende Musik der Jay Ottaway Band bei Maaß

The Jay Ottaway Band gastierte am Samstag in der Traditionskneipe Maaß.

The Jay Ottaway Band gastierte am Samstag in der Traditionskneipe Maaß.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Zum dritten Mal trat die Jay Ottaway Band in der Traditionskneipe Maaß in Dinslaken auf. Den Musikern gefällt der Auftritt nah am Publikum.

Eine kleine Kostprobe gab es für das Publikum am Samstagabend schon beim Soundcheck kurz vor dem ersten Set – ein paar Akkorde, ein paar Klänge aus dem Saxophon, die Appetit auf mehr machten. Beim anschließenden Konzert konnten die Gäste bei Maaß die mitreißende Musik der Jay Ottaway Band – eine gelungene Mischung aus West Coast Blues Rock, Folk und Country – im wahrsten Sinne des Wortes hautnah erleben, denn in der urigen Traditionskneipe standen sich die Musiker mit den Lederhüten und die Zuhörer wie bei einem Wohnzimmerkonzert unmittelbar gegenüber. Für die Band war es auch eine Art Heimspiel, schließlich trat sie bereits zum dritten Mal bei Maaß auf und Gitarrist Heinz-Bernd Hövelmann kommt aus der Region.

Musiker setzten bei Maaß den Schlussakkord unter ihre diesjährige Sommertour

„Es ist immer schön hier“, freute sich Jay Ottaway. So nah dran am Publikum mache es viel mehr Spaß und es sei toll, die Reaktionen der Zuhörer direkt mitzubekommen. Der Singer-Songwriter aus Boston, der einige Zeit im Rheinland gelebt hat, geht jedes Jahr mit seinen langjährigen Musikerfreunden in Europa auf Tour. Nach 16 Konzerten im Juli und August und 7000 gefahrenen Kilometern setzte die Band bei Maaß den Schlussakkord unter ihre diesjährige Sommertour – und was für einen!

Vom ersten Ton an gaben Jay Ottaway, Heinz-Bernd Hövelmann, Frank Tetzner (Bass), Tom Gerke (Schlagzeug), Markus Grieß (Keyboard) und Andi Bahr (Saxophon) Vollgas und ließen keinen Zweifel daran, dass sie ihre Musik mit Herz und Leidenschaft leben und lieben. Der Funke sprang auch sofort auf das Publikum über, die eingängigen Rhythmen ließen Köpfe und Füße im Takt mitwippen und luden zum Tanzen ein.

Ein Lied voller Optimismus; „Blessing in Disguise“

Lieder wie „Deal“ von der Gruppe Grateful Dead, die beim legendären Woodstock-Festival dabei war, kamen besonders gut an, aber auch mit ihren Balladen aus „Winter‘s Journey“, einer Neuinterpretation von Franz Schuberts „Winterreise“ konnte die Band begeistern. „Old Messiah“ mit seinen lyrischen Passagen und „Hurdy-Gurdy-Man“ (der Leierkastenmann) mit seinen düsteren Elementen waren genauso stimmungsvoll wie das gefühlvolle Stück „Blessing in Disguise“, das Jay Ottaway zur Aufmunterung für seine Tochter geschrieben hat, die an einer Augenkrankheit leidet. Ein Lied voller Optimismus und einfach nur wunderschön.

Mit „Going down the Road feeling bad“ ging es zurück nach Woodstock. Mit purer Spielfreude und packenden Soli spielten sich die Musiker die Bälle zu und ließen vom Keyboard bis zum Saxophon jedes Instrument glänzend zur Geltung kommen. Andi Bahr war kurzfristig eingesprungen, aus Flensburg angereist und mehr als ein würdiger Ersatz bei einem überaus gelungenen Konzert, bei dem die Jay Ottaway Band mit ihrer authentischen und einfach gut gemachten Musik, in der viel Herzblut steckte, die Herzen des Publikums eroberte.

>>Info: Die nächste Maaß-Veranstaltung

Zum nächsten Promitalk „Das Maaß ist voll“ am Mittwoch, 4. September, erwartet Moderator Roland Donner Schauspieler, Stuntman und Ruhrgebietsmensch Norbert Heisterkamp (Otto & die sieben Zwerge; Alles Atze) sowie Liedermacher Philipp Eisenblätter, der mit seinem Duisburg-Lied und vielen weiteren Songs auf Bühnen im ganzen Land auftritt.

Der Talk in der Gaststätte Wilhelm Maaß am Neutor 1 beginnt um 20 Uhr. Einlass ist um 19.15 Uhr. Karten kosten 15 Euro und sind unter anderem in der Stadtinformation am Rittertor erhältlich.

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