Rauschgift

Drogenhandel bei Voerder Kulturverein: Lieferant verurteilt

Wegen Drogenhandels und schweren Raubes verurteilte das Landgericht Duisburg am Dienstag zwei 27 und 28 Jahre alte Männer zu Haftstrafen zwischen vier Jahren und zwei Jahren drei Monaten.

Wegen Drogenhandels und schweren Raubes verurteilte das Landgericht Duisburg am Dienstag zwei 27 und 28 Jahre alte Männer zu Haftstrafen zwischen vier Jahren und zwei Jahren drei Monaten.

Foto: Uwe Schaffmeister

Voerde/Duisburg.   27-Jähriger und sein 28 Jahre alter Komplize wurden verurteilt. Sie hatten türkischen Kulturverein in Voerde-Möllen mit Rauschgift versorgt.

Wegen Drogenhandels und schweren Raubes verurteilte das Landgericht Duisburg am Dienstag zwei 27 und 28 Jahre alte Männer zu Haftstrafen zwischen vier Jahren und zwei Jahren drei Monaten. Der jüngere Angeklagte war einer der Lieferanten einer Tätergruppe, die rund um einen türkischen Kulturverein in Voerde schwunghaften Rauschgifthandel trieb.

Die Polizei hatte den Aktivitäten des 27-Jährigen schon eine Weile per Telefonüberwachung zugehört. So bekamen sie mehrere Drogengeschäfte mit, bei denen er als Zwischenhändler die Bande in Voerde mit Rauschgift versorgte. Insgesamt wechselten etwa vier Kilo Marihuana den Besitzer.

Beamten bekamen die Vorbereitungen mit

Auch die Vorbereitungen zu der Drogenfahrt am 31. Januar bekamen die Beamten mit. Das einzige, was die Polizei nicht wusste, war der geplante Raubüberfall. In den Plan zu der Tat hatte der 27-Jährige seinen Komplizen erst kurzfristig eingeweiht. Gemeinsam war es für die beiden ein Leichtes, zwei Männer, die den Transport von Marihuana aus den Niederlanden nach Deutschland begleiteten, in die Flucht zu schlagen, bevor der vereinbarte Kaufpreis entrichtet werden sollte. Unter anderem wurde dabei ein Messer als Drohmittel eingesetzt.

Der 28-jährige hatte für seine Mitwirkung gut 200 Gramm abbekommen, durch deren Verkauf er Drogenschulden beglich. Den Hauptteil des erbeuteten Marihuanas verkaufte er an seine Stammabnehmer in Voerde. Gegen die vierköpfige mutmaßliche Führung der Bande wird ebenfalls verhandelt.

Zu Gunsten der Angeklagten wirkten sich deren Geständnisse aus. Strafschärfend wertete die Kammer allerdings eine Reihe von Vorstrafen. Bis zum Haftantritt bleiben die Angeklagten auf freiem Fuß.

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