Wirtschaft

Elektrobusse: Dinslakener Firma baut in Kiel Ladestationen

In Osnabrück wird die Schaltbau-Technik schon eingesetzt.

In Osnabrück wird die Schaltbau-Technik schon eingesetzt.

Foto: Ralf Herrmann / Schaltbau

Dinslaken.  In einer weiteren Stadt sorgt Schaltbau Refurbishment für die notwendige Infrastruktur. Dinslakener Firma ist ein Spezialist für Ladegeräte.

Wenn Städte und Verkehrsunternehmen auf Elektrofahrzeuge setzen, müssen sie auch die entsprechende Infrastruktur, die entsprechenden Ladestationen haben. Damit die Busse immer genügend aufgeladene Batterien haben, setzen sie auf Geräte und Know-how aus Dinslaken. Was dafür benötigt wird, wird in den Büros und Werkhallen entwickelt, die sich auf einem Gelände an der Hünxer Straße befinden. Hinter dem Pintsch-Bamag-Gebäude ist die Schaltbau Refurbishment GmbH (SBRS) zu finden.

Dabei kommt das Unternehmen aus einem anderen Mobilitäts-Bereich. Seit vielen Jahren kümmern sich die Mitarbeiter um die Modernisierung von Zügen. So lieferte das Unternehmen für die Kölner Verkehrsbetriebe rund 480 Klapptrittstufen für den Straßenbahn-Fahrzeugtyp K5100. Auch wenn Türen modernisiert werden müssen, melden sich die Verkehrsbetriebe bei der Dinslakener Firma.

Großer Wirkungsgrad

Die ersten Schritte in Richtung E-Mobilität hat SBRS mit der Entwicklung leistungsfähiger Ladesysteme für Elektrobusse unternommen. Und hier hat sich die Technik gewandelt: Ladegeräte mit extrem großen Wirkungsgraden sind entwickelt worden. Die Geräte können nicht nur Linienbusse mit Energie versorgen, sondern sind auch für die Aufladung von Laster einsetzbar.

Der erste Betrieb eines solchen Elektrobusses mit 18 Metern Länge erfolgte 2015 in Münster. Für Ladeinfrastruktur sorgte und sorgt das Unternehmen Schaltbau. Inzwischen hat man sich im Markt als einer der führenden deutschen Anbieter für Ladeinfrastruktur für E-Busse etabliert.

Ein erfolgreiches Jahr

Das Jahr 2019 begann mit der Betriebsaufnahme der Metrobuslinien in Brüssel und Osnabrück, nahm mit den Bestelleingängen in den Großprojekten Münster, Düsseldorf, Monterrey sowie Venedig Fahrt auf und erreicht mit der Vergabe dieses ambitionierten Projektes in Kiel seinen absoluten Höhepunkt, so Vertriebsleiter Andreas Stahl.

In der norddeutschen Stadt sorgt SBRS für die Ladeinfrastruktur (LIS), die für den Einsatz der Busse notwendig ist. Ausgeschrieben hatte die Kieler Verkehrsgesellschaft die Errichtung von 14 Ladepunkten an Haltestellen sowie auf dem Betriebshof inklusive erforderlicher Nebengebäude. Hierbei habe sich die Firma Schaltbau erfolgreich gegen mehrere Mitbewerber durchgesetzt.

Unternehmen sucht weitere Mitarbeiter

Auch auf anderem Gebiet wächst das Unternehmen. Gestartet sei man mit 44 Mitarbeitern, Ende 2018 gab es beim Unternehmen 58 Beschäftigte, berichtet Geschäftsführer Thomas Milewski. Ende diesen Jahres werden es knapp 70 sein. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Umsatz von zehn Millionen Euro, für 2019 rechnen die Verantwortlichen mit fast 20 Millionen Euro. Und es werden weiterhin Mitarbeiter gesucht. „Jeder darf sich vorstellen, wir sind auf Wachstum getrimmt“, so Andreas Stahl.

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