Kommentar

Fahrradparkhaus Dinslaken: Probleme waren bekannt

 Anja Hasenjürgen kommentiert.

 Anja Hasenjürgen kommentiert.

Foto: NRZ

Die Dinslakener Politik hätte die Alternativen zum Fahrradturm längst einfordern müssen - vor der Dienstreise und vor dem Beschluss.

Eigentlich ist es erfrischend, dass sich die Dinslakener SPD einmal nicht wie das Sprachrohr der Verwaltung präsentiert. In der Fraktion hat offenbar ein Diskussionsprozess eingesetzt und zu einer veränderten Meinungsbildung geführt. Ein demokratischer Prozess, der normal sein und keine Häme hervorrufen sollte.

Allerdings waren viele Argumente, die jetzt zu dem Kurswechsel geführt haben, schon bei der Beschlussfassung für den Fahrradturm bekannt. Die Kosten von 850.000 Euro etwa, die Optik des Fahrradturms, die Technik, die auch beim Vorbild in Offenburg mitunter zickte.

Deswegen hätte die Politik schon damals alternative Vorschläge von der Stadt einfordern müssen – vor der Beschlussfassung und möglichst vor einer Dienstreise.

Dass dies nun ein Jahr vor der Kommunalwahl geschieht, hinterlässt bei allen erfrischend demokratischen Meinungsbildungsprozessen einen schalen Nachgeschmack.

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