Feierabendmarkt

Feierabendmarkt in Dinslaken: Wunsch nach Obst und Gemüse

Zum letzten Mal in diesem Jahr fand am Freitag auf dem Altmarkt der Feierabendmarkt statt.

Zum letzten Mal in diesem Jahr fand am Freitag auf dem Altmarkt der Feierabendmarkt statt.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Besucher des Feierabendmarkts äußern den Wunsch nach mehr Wochenmarktangeboten wie Obst und Gemüse. Veranstalter will Vorschläge diskutieren.

Zum letzten Mal in diesem Jahr fand am Freitag der Feierabendmarkt auf dem Altmarkt statt. Nach dem Regen und dem heftigen, aber kurzen Sturm am Mittag konnten sich die Veranstalter und Besucher aber doch noch über einen trockenen Abschluss der dritten Ausgabe des Marktes freuen. Wie bereits in den vergangenen Jahren organisierte die städtische Wirtschaftsförderung den Feierabendmarkt, der auch in diesem Jahr zwischen April und Oktober an jedem ersten und dritten Freitag im Monat stattfand.

Neben einigen Marktständen wie einem Feinkoststand, einem Metzger und einem Gewürzhändler gab es auch wieder ein wechselndes Angebot in der Gastronomie: Der Foodtruck von Burger Nerds aus Duisburg, Korrells Weinbulli und der Fruchtflitzer waren unter anderen beim vorerst letzten Feierabendmarkt dabei. Auch musikalische Untermalung gehört regelmäßig zum Programm. Am Freitag trat die Band „Mid of March“ aus Mülheim auf.

„Das Format hat sich bewährt“, erzählt Antje Vancraeyenest von der Wirtschaftsförderung. Mit den Besucherzahlen seien die Organisatoren sehr zufrieden, bestätigt auch Natascha Sadowski, ebenfalls von der Wirtschaftsförderung. Zwar sei das Wetter in diesem Jahr „durchwachsener“ gewesen, wie Vancraeyenest sagt, aber gerade bei gutem Wetter habe nicht mehr jeder Besucher einen Platz an einem der Bierzelttische bekommen, so Sadowski.

Anordnung wurde in diesem Jahr verändert

Das grundlegende Konzept hätten die Veranstalter beibehalten: „Nur eine andere Anordnung haben wir in diesem Jahr“, erklärt Vancraeyenest. Anstatt den Markt in zwei Bereiche zu teilen und die Stände in zwei Reihen anzuordnen, habe man den Markt „öffnen“ wollen. Die Verkaufsstände umgaben in diesem Jahr die Sitzgelegenheiten und schafften damit eine „zentrale Mitte“.

Auch die Händler stufen die Besucherzahlen in diesem Jahr als gut ein. Viele von ihnen verkaufen auch auf Feierabendmärkten in anderen Städten und können so einen Vergleich ziehen. So auch Stefan Kock vom Stand „Gewürze Kiste“: „Die Besucherzahlen in Dinslaken sind gut“, findet der Gewürzexperte. Vor allem aber kauften die Besucher in Dinslaken und schauten nicht nur. Das sei auf anderen Märkten häufig ein Problem. Denn auf dem Feierabendmarkt gab es auch außergewöhnlichere Angebote: Allein an seinem Gewürzstand verkauft Kock rund 45 verschiedene Essig-Sorten.

Dass die Händler aber nicht nur zum Spaß den Aufwand betreiben und ihre Stände teilweise sogar von anderen Wochenmärkten erst noch zum Altmarkt bringen und aufbauen müssen, sei dabei eigentlich selbstverständlich, findet Kock. Das sehen auch die Veranstalter so: Damit die Händler planen können, finde der Markt deshalb auch bei schlechtem Wetter statt, erklärt Sadowski und richtet die Bitte an die Besucher: „Kommt, aber kauft und verzehrt auch.“

Veranstalter: Bisher nicht geglückt, dauerhaft Obst- und Gemüsehändler zu finden

Grundsätzlich findet Kock das Konzept eines Feierabendmarktes aber gut und vor allem zeitgemäß. Dass die Frau vormittags auf den Markt geht, um ihre Einkäufe zu erledigen, sei nun mal nicht mehr so. Die meisten Frauen arbeiteten mittlerweile und ein Feierabendmarkt biete eine gute Gelegenheit nach der Arbeit gemeinsam mit dem Partner noch etwas zu essen und frische Lebensmittel einzukaufen, findet Kock. Allerdings fehlt dem Händler in Dinslaken vor allem die Möglichkeit für die Besucher, eben diese Einkäufe zu erledigen. Seiner Erfahrung nach bräuchte der Feierabendmarkt in Dinslaken mehr Marktstände: „In Oberhausen versuchen die Veranstalter, es 50/50 zu halten“.

Besucher sehen das ähnlich: „Etwas mehr Marktangebot wäre schön. Ansonsten ist alles super“, findet Hildegard Steinhoff, die sich gemeinsam mit ihrem Ehemann regelmäßig auf dem Feierabendmarkt mit Freunden trifft. Vor allem ein Obst- und Gemüsehändler fehle ihnen. Den Wunsch haben auch die Veranstalter bereits bemerkt. Schon seit einiger Zeit bemühten sie sich auf Dauer einen Obst- und Gemüsehändler zu finden, erzählt Sadowski. Das sei aber schwer und bisher leider nicht geglückt. Nach dem letzten Feierabendmarkt für dieses Jahr setzen sich die Veranstalter nun hin, um Verbesserungsvorschläge zu diskutieren, erklärt Vancraeyenest. Doch eines steht bereits fest: Auch im nächsten Jahr findet der Feierabendmarkt wieder statt.

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