Gericht

Freundin und Hund misshandelt - Dinslakener bleibt im Knast

Der Dinslakener, der wegen Misshandlung seiner Freundin, eines Hundes und wegen Drogenhandels verurteilt worden war, verzichtet nun auf eine Therapie. (Symbolbild)

Der Dinslakener, der wegen Misshandlung seiner Freundin, eines Hundes und wegen Drogenhandels verurteilt worden war, verzichtet nun auf eine Therapie. (Symbolbild)

Foto: MÜLLER, Oliver / WAZ FotoPool

Dinslaken/Duisburg.  Gewalt und Drogen - ein Dinslakener war zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Doch der Bundesgerichtshof hatte das Urteil bemängelt.

Zu acht Jahren Gefängnis war ein Dinslakener im April 2018 wegen einer ganzen Reihe von Straftaten vom Landgericht Duisburg verurteilt worden. Am Dienstag hätte der Fall, nachdem der Angeklagte aus Dinslaken erfolgreich Revision eingelegt hatte, neu verhandelt werden sollen. Doch nun bleibt es bei dem Urteil, denn überraschend nahm der 36-Jährige sein Rechtsmittel kurz zuvor zurück.

Freundin und Hund brutal misshandelt

Die im Urteil enthaltenen mannigfaltigen Gesetzesverstöße beinhalteten neben bandenmäßigen Drogenhandels in 12 Fällen, Drogenschmuggels und nahezu 100 weiteren Drogenverstößen auch Gewalttaten. So war die Kammer am Ende des mehrtägigen Verfahrens davon überzeugt gewesen, dass der Angeklagte eine Freundin brutal misshandelt hatte. Nicht besser war er mit einem Hund umgegangen, den er zuerst durch die Gegend geworfen hatte, um ihm dann die verbogene Pfote mit der Hand zu richten und das Tier bei anderer Gelegenheit zu beißen.

Das bemängelte der Bundesgerichtshof

Der Bundesgerichtshof hatte auf die Revision des Angeklagten hin, das Urteil der Duisburger Richter nur in einem Punkt bemängelt: Das Gericht habe die Frage, ob der Mann nicht vielleicht in einer Entziehungsanstalt unterzubringen wäre, nicht ausreichend geprüft.

Mehrfach war die Neuverhandlung verschoben worden. Und nun machte ein Rückzieher des Angeklagten sie überflüssig. Denkbar, dass der Mann an einer in der Regel zweijährigen Therapie nicht mehr interessiert war. Denn inzwischen hat er, einschließlich Untersuchungshaft schon mehr als ein Viertel seiner Strafe abgesessen. Und in gut zwei Jahren darf er ohnehin schon auf eine vorzeitige Entlassung hoffen.

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