Gesamtschule Voerde

Gesamtschule Voerde: Behördenvertreter im Fachausschuss

Die WGV-Fraktion hat Klärungsbedarf zur Situation an der Comenius-Gesamtschule angemeldet.

Die WGV-Fraktion hat Klärungsbedarf zur Situation an der Comenius-Gesamtschule angemeldet.

Foto: Gerd Hermann / FUNKE Foto Services

Voerde.  WGV-Fraktion bat darum, dass Bezirksregierung im Ausschuss am 21. November die Situation an der Gesamtschule Voerde bewertet – wohl mit Erfolg.

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Die Berichterstattung über die Auswirkungen, die der Fremdeinsatz von drei ihrer Lehrer im vierköpfigen Vorbereitungsteam für die neue Gesamtschule in Hiesfeld auf die Voerder Comenius-Gesamtschule hat, hat Teile der lokalen Politik auf den Plan gerufen: Die WGV-Fraktion stellte Ende Oktober den Antrag, dass das zuständige Dezernat der Bezirksregierung Düsseldorf im nächsten Schulausschuss die Situation an der Voerder Gesamtschule schulfachlich darstellen und bewerten möge. Der Vorstoß zeigte offenbar Erfolg. Ein Vertreter der Behörde soll sein Kommen zugesagt haben. Der Ausschuss tagt am Donnerstag, 21. November, ab 17 Uhr im Rathaus (Raum 137).

Das Engagement der drei Lehrkräfte wird sich ab Februar 2020, wenn die Anmeldungen für die neue Schule in der Nachbarstadt Dinslaken vorlägen, auf die Comenius-Gesamtschule in der Form auswirken, dass diese dafür „Entlastungsstunden“ erhalten, sprich, sie freigestellt werden. So hatte die Behörde auf NRZ-Anfrage erklärt und einen Ausgleich angekündigt.

Schulaufsicht geht nicht von Unterrichtsausfällen durch Fremdeinsatz von Lehrern aus

Wie dieser konkret aussehen soll, ist offen. Man gehe nicht davon aus, dass es durch den Fremdeinsatz zu Unterrichtsausfällen kommen werde, hieß es aus Düsseldorf weiter. An der Comenius-Gesamtschule sind ohnehin bereits drei Lehrerstellen regulär nicht besetzt. Deshalb müssen Unterrichtsstunden verkürzt werden. Die laut Bezirksregierung nicht nur für die Gesamtschulen im Kreis Wesel, sondern landesweit zu beobachtende Herausforderung, offene Stellen zu besetzen, liege insbesondere darin begründet, dass es nicht genügend Lehramtsabsolventen gebe.

Die Politik hat zudem die Auskunft des Schulträgers (Stadt Voerde) aufschrecken lassen, dass an der Comenius-Gesamtschule 5,5 Stellen an Sonderpädagogen „für die Förderung von Kindern mit entsprechendem Bedarf“ nicht besetzt sind. Dabei handelt es sich um eine Schule des Gemeinsamen Lernens. CDU-Fraktionsvorsitzender Ingo Hülser kritisierte bei der Mitgliederversammlung seiner Partei am vergangenen Donnerstag, dass die Gesamtschule hängen gelassen werde. „Das werden wir nicht akzeptieren.“ Hülser unterstützte die Forderung der WGV-Fraktion, dass die Bezirksregierung im Schulausschuss Auskunft geben möge. (P.K.)

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