Nahverkehr

Intelligente Vernetzungen für den Verkehr der Zukunft

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Bus und Bahn sind nur einige Möglichkeiten, mobil zu bleiben. Ein Konzept soll Wege für den ländlichen Raum finden.

Bus und Bahn sind nur einige Möglichkeiten, mobil zu bleiben. Ein Konzept soll Wege für den ländlichen Raum finden.

Foto: Markus Weissenfels

Kreis Wesel.   Der Kreis Wesel lässt ein Mobilitätskonzept erarbeiten: Erklärtes Ziel ist es, die Menschen vom Auto auf andere Alternativen zu bringen.

Zu viele Autos auf den Straßen und bislang kein griffiges Konzept für die Zukunft, aber ein Nahverkehrsplan, der nicht alle zufrieden stellt: Einerseits bemüht sich der Kreistag, die Kosten für Bus und Bahn per Nahverkehrsplan wirtschaftlich zu halten.

Ohne Kreissubventionen, damit die Kommunen und ihre Bürger nicht belastet werden. Das stellt Minderjährige, Ältere, und solche, die sich schlicht kein Auto leisten können, vor Probleme, nicht nur in den ländlichen Bereichen des Kreises.

Das Konzept soll nachhaltig und attraktiv sein

Andererseits ist es der einstimmige Wunsch des Kreistags, mehr Menschen vom klassischen Auto weg zu bekommen. Auf Antrag der Grünen und mit der Unterstützung aller, auch der Kreisverwaltung, wird derzeit ein Mobilitätskonzept für den Kreis Wesel erarbeitet, in Abstimmung mit den Kommunen.

Zukunftsorientiert soll es sein, nachhaltig, attraktiv und umweltfreundlich. Das Büro für Verkehrs- und Stadtplanung BVS Rödel & Pachan in Kamp-Lintfort hat den Zuschlag erhalten, ein Grobkonzept auf die Beine zu stehen.

Intelligente Vernetzungen sollen möglich sein

Einen Widerspruch zwischen diesem Anspruch und den aktuellen wirtschaftlichen Zwängen, denen der Nahverkehrsplan unterliegt, sieht Hubert Kück, Vorsitzender der Grünen-Kreistagsfraktion nicht.

„Es geht darum, zusammen mit den Gemeinden intelligente Vernetzungen möglich zu machen“, erläutert er auf Anfrage. E-Mobilität sei ein Baustein – Hamminkeln macht es mit seinen Dienstfahrzeugen, die Bürger ausleihen können, vor.

E-Bikes erfreuen sich steigender Beliebtheit

Allerdings hat die Umfrage zum Projekt Hünxe 2030 gezeigt, dass es viele Vorbehalte gegen E-Autos gibt, E-Bikes sich dagegen steigender Beliebtheit erfreuen.

Sinnvoll ausgebaute Radwege, Bürgerbusse, Anrufsammeltaxis, Fahrgemeinschaften und der jüngst diskutierte Vorschlag, eventuell die Anfangszeiten der Schulen zu staffeln, um Pendlern morgens die Chance zu geben, den Bus zu nutzen: All das wären mögliche Bausteine für den Verkehr der Zukunft im Kreis, obschon die Schulen gern vor der öffentlichen Diskussion zu dem Thema gefragt worden wären. Attraktive Mobilität soll es auch im ländlichen Bereich geben, ist eines der Ziele.

Mobilität soll Kernaufgabe der Kreisverwaltung sein

Kreisverwaltung wie CDU-Fraktion im Kreistag sprechen sich dafür aus, die Kosten für ein solches Konzept klar zu benennen. Die Verwaltung hatte auf Anfrage der Linken von mindestens 20 000 Euro gesprochen. Die SPD will Mobilität als Kernaufgabe der Kreisverwaltung sehen, für die die nötigen Mittel bereitgestellt werden müssten.

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