ABFALLKALENDER

Keine große Nachfrage nach Abfall-App in Dinslaken

Die Nachfrage nach der Abfall-App in Dinslaken könnte größer sein.

Die Nachfrage nach der Abfall-App in Dinslaken könnte größer sein.

Foto: Aha

Dinslaken  Dinslaken wollte mit der Einführung der Abfall-App die Druckkosten für den Abfallkalender sparen. Im ersten Jahr klappt das aber noch nicht.

. Eigentlich wollte die Stadt Dinslaken mit der Abfall-App Geld und Papier sparen. Sie sollte also gleichermaßen dem Stadtsäckel wie auch der Umwelt dienen. Denn das neue digitale Angebot könnte die Druckkosten für den Abfallkalender reduzieren, so die Hoffnung. Allerdings scheinen die Dinslakener die App nicht so schnell so gut anzunehmen, dass sich das Druckwerk erübrigt. Das teilt die Stadt in einer Vorlage für den Betriebsausschuss am 5. Juni mit.

Die App wird von zahlreichen Kommunen verwendet

Die Abfall-App wurde auf Vorschlag der CDU eingeführt. Die App des Anbieters Regio IT wird auch von zahlreichen anderen Kommunen genutzt. Die App bietet nicht nur die Möglichkeit, die individuellen Abfuhrtermine in den Kalender des Smartphones zu importieren – was auch zuvor schon über die Homepage der Stadt Dinslaken möglich war. Sondern sie informiert auch über Standorte und Öffnungszeiten von Wertstoffhof und Grünannahme, über Neuigkeiten, ein Abfall-ABC ist ebenso integriert wie ein Link zum städtischen Mängelmelder und zur Sperrmüllanmeldung.

Die Einrichtung hat 5000 Euro gekostet

Ergänzend dazu gibt es ein Abfall-Navi, einen Abfallkalender in Kurzform, der von der städtischen Homepage heruntergeladen und gedruckt werden kann – zwei Seiten mit den Abfuhrterminen anstelle des ansonsten umfangreichen Abfallkalender-Hefts. Die Kosten für die Einrichtung lagen bei einmalig 5000 Euro, hinzu kommen jährlich bis zu rund 5000 Euro, je nach Umfang der Inanspruchnahme.

Die App wurde etwa 1000 Mal über den Playstore heruntergeladen

Diese ist allerdings bislang noch nicht so groß wie erhofft. Abfall-App und -Navi stehen seit Januar 2019 zur Verfügung und werden von den Bürgern „grundsätzlich sehr positiv angenommen“, so die Stadt Dinslaken. Vom Anbieter gebe es keine genauen Downloadzahlen, so die Stadt. Über den Google-Playstore sei die App etwa 1000 Mal heruntergeladen worden. Zum Abfall-Navi lägen ebenfalls keine genauen Zahlen vor. Aber auch „wenn es für die Abfall-App und das Abfall-Navi keine genauen Nutzerzahlen gibt, kann aktuell von einer flächendeckenden Verbreitung bei weitem nicht ausgegangen werden“, so das Zwischenresümee der Stadt.

Vielen Bürgern sei der gedruckte Kalender wichtig

Erstmals sei in diesem Jahr allerdings ein Mitarbeiter im Bürgerbüro damit betraut gewesen, Rückfragen zur App zu beantworten und die Nachverteilung des Kalenders zu unterstützen, ein Service, der gut angenommen wurde und beibehalten werden soll. Dabei wurde aber auch festgestellt, dass vielen Bürgern „der gedruckte Abfallkalender noch sehr wichtig ist“. Dieser wurde in diesem Jahr noch wie gewohnt in einer Auflage von 39.000 Stück gedruckt. Die Kosten dafür liegen bei 21.000 Euro. Geld, das die Stadt gerne sparen würde.

Die Nutzerzahlen der App sollen gesteigert werden

Bei der Entscheidung, ob das Werk für 2020 wieder in vollem Umfang gedruckt werden müsse, sollte die Nachfrage nach der App eine Rolle spielen. Angesichts dieser und angesichts der Vermutung der Stadt, dass eine eingeschränkte Auflage des Kalender mit einer individuellen Verteilung einen hohen Arbeitsaufwand und höhere Kosten bedeuten würde als das bisherige Verfahren, soll der Abfallkalender auch 2020 gedruckt und an alle Haushalte verteilt werden.

Abfall-App und -Navi werden ergänzend angeboten. Die Stadt will jährlich prüfen, ob der Abfallkalender in bekannter Form weiter gedruckt werden soll. Und Nutzerzahlen der App sollen gesteigert werden, „so dass gegebenenfalls zukünftig auf das Druckwerk verzichtet werden kann“, so die Hoffnung der Stadt.

>> Digital-Angebote der Stadt Dinslaken

Anders als die Abfall-App wird das digitale Angebot der Stadt zum Parken gut angenommen. In den ersten zwei Monaten schon gab es über 900 Parkvorgänge, die über das Handyparken abgewickelt wurden, dabei wurden Einnahmen von rund 1400 Euro erzielt. Als weiterer Anbieter ist die Telekom hinzugekommen. Mittlerweile gibt es sechs Anbieter: EasyPark, ParkNow, Trafficpass/park.ME, Yellowbrick, moBiLET und „Park and Joy“.


Die Abfall-App
ist im Google-Playstore und Apple-Appstore unter „abfallapp DIN“ zu finden und kann dort kostenlos heruntergeladen werden. Das Abfall-Navi steht auf https://dinslaken.de/de/dienstleistungen/abfall-navi/

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