Kinderfest

Kinderfest der Dinslakener Linken mit neuem Angebot

Beim Kinderfest der Linken unterhielt unter anderem Mr. Magic die jungen Besucher.

Beim Kinderfest der Linken unterhielt unter anderem Mr. Magic die jungen Besucher.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Stadtverband hatte auf den Altmarkt eingeladen und griffen dabei erstmals auch ein politisches Thema auf: Sie thematisierten den Klimawandel

Die Hüpfburg steht in den Startlöchern, in der Kindereisenbahn sitzen schon einige kleine Fahrgäste und warten auf die nächste Tour. Das Kasperletheater Neknerf hat sich unter einem der Vordächer am Altmarkt aufgebaut, falls der wolkenverhangene Himmel am Samstagnachmittag noch einmal ein paar Regentropfen abgeben sollte. Die Bänke davor sind gut gefüllt und zahlreiche Kinder verfolgen gebannt die Geschichten rund um Kasper und seine Gefährten und fiebern bei ihren Abenteuern mit.

Kindern eine Freude machen

„Der Kasper ist ein Muss“, sagt Jasmin Waldes, Sprecherin des Stadtverbandes der Linken, er sei jedes Jahr beim Kinderfest dabei, zu dem die Partei in diesem Jahr am Samstag zum sechsten Mal auf den Altmarkt eingeladen hatte. Auch in Dinslaken sei jedes fünfte Kind von Armut betroffen, so Jasmin Waldes, daher wollen die Linken in den Ferien auch den Kindern, die nicht in den Urlaub fahren können, eine Freude machen und ein Freizeitangebot schaffen.

Damals habe es klein angefangen, jetzt sei „das Kinderfest eine Tradition“, so Waldes. 15 Ehrenamtliche, darunter auch einige neue Mitglieder, haben sich dieses Jahr seit Mai um die Vorbereitungen gekümmert. Neben dem Kasperletheater gehören die Hüpfburg und die Riesenrutsche zum Programm, das immer ein wenig ausgebaut wird.

Eigentlich sollte auch ein Kinderkarussell seine Runden auf dem Altmarkt drehen. Da das Fahrgeschäft beschädigt war und nicht kommen konnte, sprang eine Luftballonkünstlerin ein. In einer langen Schlange warteten die kleinen und großen Besucher darauf, ein buntes Ballontier zu bekommen. Nebenan konnten sich die Kinder schminken lassen und ein Zauberer versetzte die Besucher mit Hilfe kleiner Assistenten aus dem Publikum in Staunen. Viel Betrieb herrschte an den Staffeleien, wo zahlreiche kleine Künstler mit Wasserfarbe ihre Werke auf Tapete malten.

Ein Zeichen setzen

Ein neues Angebot gab es in diesem Jahr auch: Blumensamen für Zuhause, um Pflanzen für Bienen zu schaffen. Mit dieser Aktion wollten die Linken etwas gegen das Bienensterben tun. Indem sie den Klimawandel thematisierten, griffen sie damit beim Kinderfest auch erstmals ein politisches Thema auf. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagte Jasmin Waldes, „um kleine Schritte zu machen und anzufangen zu handeln.“ Die Samen, aus denen mal Hornveilchen werden sollen, wurden in Tontöpfchen gefüllt und die Kinder konnten dabei auch selbst mithelfen.

So wie der vierjährige Mika, der vorsichtig mit einem Löffel etwas Erde und die Blumensamen in den Topf gab. Zum Schluss kam noch ein wenig Wasser darauf. Das Pflanzen hat ihm Spaß gemacht, doch dann freute Mika sich vor allem auf die Riesenrutsche. Auch seiner Mutter Melanie gefiel das Fest auf dem Altmarkt. „Das ist eine schöne Sache für die Kinder“, resümierte sie. Gerade heute, wo für Kinder nicht mehr so viel Platz sei, würde sie sich mehr Angebote für die Kleinen wünschen. Dass das Programm des Kinderfestes kostenlos ist, kam bei ihr ebenfalls sehr gut an, das gebe es nicht mehr überall.

An der Hüpfburg und der Riesenrutsche herrschte Hochbetrieb und auch die Eisenbahn ging voll besetzt auf ihre nächste Runde. Jasmin Waldes war mit der Resonanz – vor allem angesichts des Wetters – zufrieden: „Es ist schön zu sehen, dass die Kinder Spaß haben. Das ist unser Lohn.“

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